Arbeiterkammer Kirchdorf erkämpfte 4,2 Millionen für Mitglieder
BEZIRK KIRCHDORF. Die Arbeiterkammer Kirchdorf war im Jahr 2025 stark gefragt: Mehr als 4.000 Menschen aus dem Bezirk wandten sich mit ihren Anliegen an die AK – telefonisch, persönlich oder per E-Mail. Insgesamt konnten für die Mitglieder über 4,2 Millionen Euro erkämpft werden.

Ein Großteil dieser Summe entfiel auf Sozialrechtsfälle, vor allem in den Bereichen Pension und Pflegegeld. Gerade beim Pflegegeld sieht die AK Handlungsbedarf: Viele Einstufungen halten einer Überprüfung nicht stand – „immer wieder werden diese vor Gericht nach oben korrigiert“.
Auch im Arbeitsrecht griff die AK häufig ein. Insgesamt 78 Fälle wurden bearbeitet, meist wegen offenem Entgelt oder Kündigungen. Auffällig dabei: „Mehr als 70 Prozent dieser Fälle stammen aus Betrieben ohne Betriebsrat“ – ein Hinweis darauf, wie wichtig betriebliche Interessenvertretung ist.
Neben arbeits- und sozialrechtlichen Themen spielten auch Konsumentenschutz und Bildungsberatung eine Rolle. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem: Nur rund 40 Prozent der Menschen in der Region Steyr-Kirchdorf zeigen sich zufrieden, lange Wartezeiten werden von vielen (64 Prozent der Befragten) als große Belastung empfunden.
Für die AK ist klar: Eine wohnortnahe Anlaufstelle bleibt entscheidend, „damit die Menschen einfach und direkt zu ihrem Recht kommen“.


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