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Arbeiterkammer Kirchdorf erkämpfte 4,2 Millionen für Mitglieder

Maya Lauren Matschek, 18.03.2026 16:23

BEZIRK KIRCHDORF. Die Arbeiterkammer Kirchdorf war im Jahr 2025 stark gefragt: Mehr als 4.000 Menschen aus dem Bezirk wandten sich mit ihren Anliegen an die AK – telefonisch, persönlich oder per E-Mail. Insgesamt konnten für die Mitglieder über 4,2 Millionen Euro erkämpft werden.

Hannes Stockhammer (l.), Leiter der AK-Bezirksstelle Kirchdorf, und Andreas Stangl, AK-Präsident (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart)

Ein Großteil dieser Summe entfiel auf Sozialrechtsfälle, vor allem in den Bereichen Pension und Pflegegeld. Gerade beim Pflegegeld sieht die AK Handlungsbedarf: Viele Einstufungen halten einer Überprüfung nicht stand – „immer wieder werden diese vor Gericht nach oben korrigiert“.

Auch im Arbeitsrecht griff die AK häufig ein. Insgesamt 78 Fälle wurden bearbeitet, meist wegen offenem Entgelt oder Kündigungen. Auffällig dabei: „Mehr als 70 Prozent dieser Fälle stammen aus Betrieben ohne Betriebsrat“ – ein Hinweis darauf, wie wichtig betriebliche Interessenvertretung ist.

Neben arbeits- und sozialrechtlichen Themen spielten auch Konsumentenschutz und Bildungsberatung eine Rolle. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem: Nur rund 40 Prozent der Menschen in der Region Steyr-Kirchdorf zeigen sich zufrieden, lange Wartezeiten werden von vielen (64 Prozent der Befragten) als große Belastung empfunden.

Für die AK ist klar: Eine wohnortnahe Anlaufstelle bleibt entscheidend, „damit die Menschen einfach und direkt zu ihrem Recht kommen“.


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