ÖGB Kirchdorf lud zu gut besuchtem Vortrag über Mental Load ein
KIRCHDORF. Unter dem Titel „Mental Load“ veranstaltete der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) Kirchdorf einen gut besuchten Vortrag, der sich mit der oft unsichtbaren Belastung durch Alltagsorganisation und Verantwortung im privaten und beruflichen Umfeld beschäftigte – ein Thema, das vor allem Frauen betrifft.

Als Referentin war die bekannte Speakerin und Autorin Laura Fröhlich zu Gast. Sie beleuchtete in ihrem Vortrag eindrucksvoll, wie stark die dauerhafte gedankliche Organisation des Alltags – von Haushalt über Familie bis hin zu beruflichen Aufgaben – zur Belastung werden kann. Diese sogenannte „Mental Load“ bleibe häufig unsichtbar, habe jedoch großen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden.
Unsichtbare Belastung im Alltag
Fröhlich zeigte zugleich praxisnahe Wege auf, wie Betroffene besser mit dieser Belastung umgehen und im Alltag für Entlastung sorgen können. Besonders wichtig sei es, die Thematik sichtbar zu machen und offen anzusprechen. „Es ist wichtig, die stetige mentale Last der Organisation und Planung von Haushalt, Familie, Arbeit und Alltag zu thematisieren. Oft tragen Frauen den Großteil dieser unsichtbaren Arbeit, die psychisch stark belastend sein kann. Über Mental Load zu sprechen, ist wichtig, um Rollen bewusst zu hinterfragen und Lasten fair zu verteilen“, so Fröhlich.
Diskussion über faire Verteilung von Care-Arbeit
Im Anschluss an den Vortrag fand eine Podiumsdiskussion statt. Neben Laura Fröhlich nahm auch Laura Wiednig, Leiterin der Stabstelle Frauen- und Gleichstellungspolitik der Arbeiterkammer Oberösterreich, daran teil. Dabei wurde diskutiert, welche strukturellen und politischen Maßnahmen notwendig sind, um die unbezahlte Sorgearbeit gerechter zu verteilen und Frauen nachhaltig zu entlasten.
Austausch und Bewusstseinsbildung
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden neben fachlichen Impulsen auch Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.


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