Unternehmer aus dem Bezirk diskutieren wirtschaftliche Zukunftsherausforderungen der Region
BEZIRK KIRCHDORF. Beim Wirtschaftsempfang der WKO Kirchdorf wurden aktuelle Daten zur regionalen Wirtschaft vorgestellt. Sie zeigen ein gemischtes Bild: Mit 249 Neugründungen zählt der Bezirk zu den gründungsstärksten Regionen. Auch der Arbeitsmarkt ist stabil, die Beschäftigung liegt über dem Niveau der vergangenen Jahre. Gleichzeitig wächst der demografische Druck. Die hohen Energiekosten seien eines der größten Probleme heimischer Betriebe.

Die präsentierten Zahlen zeichnen ein zweigeteiltes Bild: Einerseits freut sich der Bezirk mit 249 Neugründungen über Top-Gründerzahlen. Der Arbeitsmarkt hat sich bei der Arbeitslosenquote für März 2026 von 4,7 Prozent auf dem Niveau von 2017 stabilisiert. Fakt ist: Es befinden sich derzeit mehr Menschen in Beschäftigung als in den Vorjahren.
Dem gegenüber steht die größte strukturelle Aufgabe: die Demografie. In den kommenden 15 Jahren werden deutlich mehr Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden als nachkommen. WKO-Bezirksobfrau Doris Staudinger bezeichnete dies als zentrale Zukunftsaufgabe für die Region.
Impulse aus dem Spitzensport
Einen sportlichen Blick auf wirtschaftliche Herausforderungen brachte die mehrfache Olympia-Teilnehmerin im Dressurreiten Victoria Max-Theurer in ihrem Impulsvortrag ein. Sie sprach über Disziplin, mentale Stärke und den Umgang mit Druck – Eigenschaften, die sowohl im Spitzensport als auch in Unternehmen entscheidend seien.
Gemischte Lage in Tourismus und Industrie
Im anschließenden Wirtschaftstalk berichtete Tourismusdirektorin Corinna Polz von einer guten Wintersaison. Aus der Industrie kam hingegen eine kritischere Einschätzung: Alexander Bauer, Vertriebschef des Zementwerkes Kirchdorf, verwies auf schwierige Rahmenbedingungen und forderte Maßnahmen zur Stärkung des Standorts.
Energiekosten belasten Betriebe
Eine Umfrage unter den Gästen zeigte zudem: Die Energiekosten bleiben derzeit die größte Belastung für viele Betriebe. Die wirtschaftlichen Aussichten für die kommenden Monate wurden überwiegend vorsichtig bewertet.
Appell zum Zusammenhalt
Staudinger betonte abschließend die Bedeutung des Zusammenhalts in der Region: „In Zeiten wie diesen ist es notwendig, gemeinsam für umgehend erforderliche Änderungen zu kämpfen. Auf der regionalen Ebene werden wir durch enge Zusammenarbeit die Zukunftsherausforderungen gut bewältigen können.“


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