Was bei Verkehrsunfällen mit Motorrädern zutun ist
URFAHR-UMGEBUNG. Mit den steigenden Temperaturen steigt auch das Aufkommen der Motorräder auf den Straßen. Wird man in einen Unfall mit diesen verwickelt, gilt es zu wissen, wie man richtig handelt.

Pro Jahr kommt es landesweit zu rund 590 Unfällen mit Motorrädern. In den Monaten von Jänner bis Juni verletzten sich allein im vorigen Jahr laut Statistik Austria so 302 Personen - für 24 Menschen endete das tödlich.
Dass das Motorradfahren soviel gefährlicher als das das Fahren mit dem PKW ist, hängt vor allem damit zusammen, dass die einzige Unfall-Knautschzone bei Motorradfahrern der eigene Körper ist. Die Gründe, warum es zu einem Unfall kommt, sind vielfältig: Nässe, Laub auf der Straße, zu hohe Geschwindigkeiten oder ein unerwartetes Hindernis. Deswegen wird den Fahrern stets geraten, möglichst vorsichtig und vorausschauend zu fahren.
Ruhe bewahren
Wenn es aber zu einem Unfall kommt, gilt laut dem Roten Kreuz vor allem eines: Ruhe bewahren. Zuerst müsse die Unfallstelle abgesichtert, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchgeführt und der Notruf abgesetzt werden.
“Ist der Verletzte bei Bewusstsein, kann man behilflich sein, den Helm vorsichtig zu entfernen. Ist die Person jedoch ohne Bewusstsein, muss der Helm zur Kontrolle der Atmung abgenommen werden“, erklärt Walter Aichinger, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes.
Um den Helm richtig abzunehmen, muss der Helfer oberhalb des Kopfes knien, den Helm seitlich ergreifen und dann gerade richten. Nachdem das Visier und der Kinnriemen geöffnet wurde, muss der Ersthelfer den Helm vorsichtig nach hinten ziehen oder kippen. Dann sei es wichtig, dass der Ersthelfer mit einer Hand den Hinterkopf stützt, während er den Helm mit der anderen Hand an der Oberkante erfasst, herunterzieht und zur Seite legt.
„Ein Sturzhelm schützt den Kopf vor Verletzungen. Er birgt aber auch die Gefahr des Erstickens, wenn ein Motorradfahrer das Bewusstsein verliert“, mahnt Aichinger
Um auf derartige Unfälle vorbereitet zu sein, wird von Seiten des Roten Kreuz außerdem geraten, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren: “Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent“, so Aichinger.


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