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Zank in Klaffer: Den Kräuterkirtag wird es auch weiterhin geben

Martina Gahleitner, 23.12.2016 12:15

KLAFFER. Kurzzeitig in Gefahr war das Aushängeschild der Kräutergemeinde Klaffer, der Kräuterkirtag. Denn nach einem Bericht in der Roten Feder überlegte das ganze Organisationsteam den Rücktritt.  

Der Kräuterkirtag sorgte für Diskussionen in Klaffer.
Der Kräuterkirtag sorgte für Diskussionen in Klaffer.

Von zu hohem Arbeitsaufwand der Gemeindemitarbeiter und Unregelmäßigkeiten war in dem Beitrag zu lesen, durch den sich auch die ehrenamtlich Tätigen angegriffen gefühlt haben. „Wir waren wirklich vor den Kopf gestoßen“, fasst Margit Resch die Reaktionen zusammen. Die ehemalige Gemeindebedienstete (sie ist seit August in Pension), Elfriede Schmid und Judith Bauer sind die Mitbegründerinnen des heutigen Kräuterkirtags, der jedes Jahr an die 10.000 Besucher und 160 Aussteller in die Kräutergemeinde bringt. Dass so eine Großveranstaltung viel Arbeit bedeutet, versteht sich von selbst. „Das meiste passiert ehrenamtlich in unserer Freizeit, aber freilich wird manchmal am Gemeindeamt telefoniert oder die Gemeindearbeiter helfen mit - schon allein, weil wir keine Fahrzeuge haben“, erklärt Resch. Den Vorwurf der Unregelmäßigkeiten lässt sie jedenfalls nicht gelten: „Das ist alles belegt und kann jederzeit überprüft werden. Alle sechs Ordner liegen am Gemeindeamt auf, denn wir haben nichts zu verbergen.“ Für sie war die Aktion „politisches Hickhack – aber uns Ehrenamtliche braucht man da nicht reinziehen.“

Anstoß für Neustrukturierung

„Wir machen sicher weiter“, spricht die rührige Klaffeggerin wohl für alle ihre Kolleginnen, „das könnten wir schon den Vereinen gar nicht antun, denn jeder noch so kleine Verein oder Organisation ist dabei.“ Aber die Diskussion könnte Anstoß gewesen sein, den Kräuterkirtag auf neue Beine zu stellen.

Bürgermeister Franz Wagner steht auf jeden Fall hinter ihnen und bemüht sich, dass das Aushängeschild seiner Kräutergemeinde weiterhin stattfinden kann. „Nach den Feiertagen werden wir uns zusammensetzen und die Aufgaben neu verteilen“, sagt er. „Das ist ein Fest, von dem nicht nur die Gemeinde und Vereine, sondern auch die Betriebe und die ganze Region profitieren. Das dürfen wir nicht aufgeben.“ Und die Vorwürfe seien alle haltlos.

Ehrenamt nie in Frage gestellt

Den Kräuterkirtag hätte er auch nie in Frage gestellt, stellt der SPÖ-Vorsitzende von Klaffer, Günther Stadlbauer klar. „Ich habe auch die Ehrenamtlichen nicht kritisiert, sondern ihnen im Gegenteil für ihre Arbeit gedankt. Als Prüfungsausschuss-Obmann ist es aber meine Pflicht, Unregelmäßigkeiten aufzuzeigen und in diesem Fall gibt es eine Rechtsverletzung im Gemeindehaushalt.“ Denn die Standgebühr müsse von der Gemeinde eingehoben werden, und nicht vom Verein Liebenswertes Klaffer. Stadlbauer kündigt auch rechtliche Schritte gegen Wagner an.


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