Flussperlmuscheln und Orchideen beschäftigen Naturschützer beiderseits der Grenze
KLAFFER/HASLACH. Vom Wissen und den Erfahrungen der Fachleute aus dem Nationalpark Sumava in Tschechien profitiert auch die Naturschutzjugend Haslach. Gerade fand wieder ein Austausch auf österreichischer Seite statt.

Seit der Gründung des 680 km² großen Nationalparks Sumava im Jahr 1991 gibt es regelmäßigen Kontakt zwischen den Vertretern aus Südböhmen und der Naturschutzjugend Haslach (önj). „Durch eine Reihe von gemeinsamen Projekten hat sich eine vertrauensvolle Basis der Zusammenarbeit und des Miteinanders über die Grenze hinweg entwickelt“, zeigt Karl Zimmerhackl von der önj Haslach auf.
Klimawandel gefährdet Orchideen
Er und David Paternoster führten die Besucher aus Südböhmen zu den Naturschutzgebieten Orchideen-Wiese und Stadl-Au in der Gemeinde Klaffer. Beide Schutzgebiete mit zusammen 23 Hektar sind im Besitz der Naturschutzjugend. Dieser Besuch diente einem Wissens- und Erfahrungsaustausch über die Pflege von ökologisch wertvollen Wiesen. Denn für einige Orchideen-Arten sind in beiden Ländern der Klimawandel und die Spätfröste bereits existenzbedrohend.
Schutz der Natur hat oberste Priorität
Josef Stemberk und seine Delegation informierten über das neue Naturschutzgesetz, das mit 1. Juni in Tschechien in Kraft tritt. „Damit wird nun dem Schutz der Natur oberste Priorität in den vier Nationalparks eingeräumt“, freut sich Stemberk.
Flussperlmuscheln erfolgreich züchten
Bereits im Herbst ging es bei einem Treffen auf tschechischer Seite um die Nachzucht der Flussperlmuschel im Nationalpark Sumava. Seit vielen Jahren wird in Südböhmen mit hoher Qualität und erfolgreich an der Forschung rund um die Flussperlmuscheln gearbeitet. Zimmerhackl betont, dass von den Ergebnissen dieser Arbeit auch das aktuelle Flussperlmuschel-Projekt an der Großen Mühl profitiert.


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