Gedenken an den Todesmarsch beim Baderkogel in Klaus
KLAUS. 73 Jahre nach dem Todesmarsch durch den Bezirk Kirchdorf traf sich eine kleine Gruppe beim Gedenkstein am Baderkogel in Klaus.

Am 17. April 1945, drei Wochen vor Ende des 2. Weltkrieges, kamen ungarische Juden und einige KZ-Häftlinge auf ihrem Marsch von Graz nach Mauthausen und Ebensee am Baderkogel vorbei. An diesem Tag starteten sie in Spital am Pyhrn. Am Weg nach Klaus wurden drei Häftlinge erschossen, da sie zusammenbrachen. Einer dieser Ermordeten war Zoltán Schultz, dessen Akt erst vor drei Jahren gefunden wurde.
Leben für Häftlinge riskiert
Mary von Holzhausen, die am Baderkogel wohnte, riskierte ihr Leben, indem sie den Häftlingen zu essen gab. Drei ihrer vier Kinder waren bei der Gedenkfeier dabei. Sie erlebten den Todesmarsch als Kinder bzw. Jugendliche und erzählten von ihren Erlebnissen rund um diesen Marsch.
Gemeinsam erinnern: Gedenkveranstaltungen im Bezirk Krichdorf
Am Freitag, 4. Mai, finden drei Gedenkveranstaltungen statt. Die Gedenkstunde bei der evangelischen Pfarrgemeinde Kirchdorf zum Todesmarsch durch den Bezirk beginnt um 14.30 Uhr. In Spital am Pyhrn wird um 17 Uhr bei der Leonhardikirche an die Opfer des Nationalsozialismus im „Fremdvölkischen Kinderheim“ gedacht. Um 19.30 Uhr erzählt Michaela Vidláková, eine Überlebende des KZ Theresienstadt, über diese Zeit in der Evangelischen Kirche Kirchdorf.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden