Feuer und Flamme: Klein-Pöchlarner im Grillfieber
Klein-Pöchlarn. Markus Traxler packte vor einigen Jahren das Grillfieber, wobei sich aus dem Hobby bald eine wahre Leidenschaft entwickelte. Dem folgte ein Landesmeistertitel und die Ausbildung zum Grilltrainer. Im Tips-Interview informiert der Experte über die Begeisterung am Griller und gibt dabei einige Tipps und Tricks.

„So wie Kochen, empfinde ich auch Grillen als Philosophie; es ist Naturverbundenheit pur. Wenn ich den Griller anzünde, entspanne ich, komme runter und es findet eine Entschleunigung statt“, schwärmt Markus Traxler, der seine Affinität zum Grillen im Zuge seines Hausbaues kennenlernte. Für ihn war schnell klar, dass er sein Hobby intensivieren möchte und nahm daher an Kursen teil und absolvierte entsprechende Ausbildungen. So darf sich Traxler als geprüfter AMA-GrillClub-Trainer bezeichnen und errang vor drei Jahren den Titel zum „So schmeckt Niederösterreich“- Landesgrillmeister. Den Rest brachte sich der Gourmet – alias Max le Chef – autodidakt bei und gibt dieses breitgefächerte Wissen nun in Kursen weiter.
Das beste am Grill
Die Antwort, was für den Grillexperten der größte Gaumengenuss am heißen Stein sei, ist denkbar einfach. „Also ehrlich gesagt, freue ich mich jedes Mal im Frühling auf eine Bratwurst. Die gehört zum Beginn der Grillsaison einfach dazu“, so der Klein-Pöchlarner und führt weiter aus: „Ansonsten finde ich persönlich Lammfleisch als bestes Fleisch zu grillen. Klassisch mariniert, ist Lammfleisch der größte Genuss. Aber man muss sich einfach durch den vielfältigen Fleisch- und Gemüsegarten kosten und einfach alles probieren.“
Tipps für das perfekte Grillen
Alle Grilllaien und Starter empfiehlt er es allerdings langsam anzugehen: „Wer sich gleich zu beginn zu viel zumutet, wird am Ende enttäuscht. Besonders wenn man Anfangs gleich fünf verschiedene Gerichte auf einmal zubereiten will. Zudem empfiehlt es sich – falls man tatsächlich so richtig mit dem Grillen starten möchte – sich einen zweiten Griller anzuschaffen. So kann man mit zwei verschiedenen Temperaturen arbeiten und so auch Beilagen zubereiten.“ Für ihn bedeute nämlich richtiges Grillen nicht, dass eine Person in der Küche stehen und Beilagen zubereiten muss, während ein anderer im Garten das Fleisch zubereitet.
Für Österreichs liebstes Gegrilltes – dem Kotelett – hat der Grillmeister ebenso einen konkreten Fahrplan für das perfekte Ergebnis parat. „Grundsätzlich kann man sich merken, ein Fleisch unter zwei Zentimeter Stärke hat auf einem Griller eigentlich nichts zu tun. Wer weniger isst, sollte sich somit lieber ein dickeres Stück Fleisch teilen, als zwei künftige Schuhsohlen zu produzieren. Punkto würzen kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen, sollte jedoch Salz, fertig mariniertes oder zu stark gewürztes Fleisch vermeiden. Erst zehn Minuten vor dem Grill wird Fleisch an beiden Seiten gesalzen. Auch diese beliebten, selbstgemachten Ölmarinaden empfehle ich nur bedingt. Wenn man dies möchte, muss man das Fleisch vor dem Grillen absolut trocken tupfen. Auch etwaige Kräuter müssen vor dem Rost runter, da brennendes Öl und verbrannte Kräuter nicht sonderlich zum Höchstgenuss beitragen. Hat man all dies befolgt, kann das fröhliche Grillen beginnen. Ist das Fleisch am heißen Rost, wird das perfekte Kotelette direkt über der glühenden Kohle gegrillt; umgedreht wird das Stück lediglich einmal, wobei die zweite Seite wesentlich kürzer gegrillt wird und als Finish agiert“, so der Hauptberufliche IT-Experte, der das Grillen als wichtigen Ausgleich zum Büroalltag sieht.
Kurse, Hochzeiten & Co.
Wie abwechslungsreich Grillen allerdings sein kann, beweist Markus Traxler nicht nur bei seinen Kochkursen, sondern auch bei seinem „Grillen nach Auftrag“. Bei den Caterings packt der selbsternannte Grillsklave seiner Freunde und Familie sein komplettes Equipment ein und zaubert bei Hochzeiten, Taufen & Co. erlesene Gänge am Grill, wo Qualität und Regionalität oberste Priorität haben. So grillt der Experte schnell einmal mit seiner Ausrüstung im eigenen Garten.
Doch ein bisserl Platz braucht Traxler dabei schon, denn er nennt zwei Smoker, drei ODC Ascona, ein Landmann Dreibein, einen Dutch Oven, Napoleon LE3, Roaring Dragon, ODC Delta und noch einiges mehr sein Eigen. Die dabei entstandenen Resultate können sich allesamt sehen beziehungsweise schmecken lassen. Auf Wunsch lässt Markus Traxler den Traum von mit Österkron gefüllte Speckmarillen als Vorspeise, Yspertaler Forellenfilet mit Zitronen-Mohn-Butter mit Geschmorten Caponata aus dem Dutch Oven und einem karamellisierten Ziegenfrischkäse in Nusspanier mit Lavendel wahr werden.
Weitere Infos und Kursangebote: www.max-le-chef.at


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