Rückstau: Flüchtlingslage in Grenzregion spitzt sich zu
KOLLERSCHLAG/WEGSCHEID. Gefordert sind die Blaulichtorganisationen und vielen freiwilligen Helfer bei der Organisation der Weiterreise der Flüchtlinge nach Deutschland. Aus Gründen der Bewältigung des großen Ansturmes entsteht immer wieder ein Rückstau.

Ein großer Rückstau an Flüchtlingen bildet sich derzeit an den Notquartieren nahe der deutschen Grenze: Alle 350 Plätze in der Notunterkunft in der Sporthalle in Kollerschlag waren in der Nacht auf Dienstag voll besetzt. Manche Menschen mussten die Nacht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen verbringen. „Heute kommen wieder 22 Busse“, heißt es von Seiten des Roten Kreuzes, die das Notquartier und die dahinkommenden Menschen betreuen. Auch das Bundesheer und die Polizei aus dem Bezirk ist vor Ort, um den geordneten Übertritt am Grenzübergang in Hanging zu managen.
Bayern ist am Limit
Momentan (Stand Dienstag mittag) geht die Übergabe in georndeten Bahnen über die Bühne. Am Wochenende sah die Lage anders aus, denn: Der Zustrom an Flüchtlingen hat ein neues Ausmaß erreicht. Da Salzburg keine Karpazitäten mehr hat, werden die Menschen direkt nach Oberösterreich gebracht, um ihr Zielland Deutschland zu erreichen. Um diesen Ansturm Herr zu werden, fertigt die bayerische Polizei 50 Asylwerber pro Stunde ab. Das sorgte für einen Rückstau. Generell fühlt sich der Freistaat Bayern mit dem Zustrom der Flüchtlingen überfordert. So kritisierte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Rolle Österreichs. Zudem fordere er einr Steuerung und generelle Begrenzung des Flüchtlingszustroms.
Freiwillige Helfer
Um den vielen Flüchtlingen die Lage zu erklären und diese auf längere Wartezeiten vorzubereiten, setzt man im Raum Kollerschlag auch auf arabisch sprechende Übersetzer und Kontaktpersonen. Mansu Rastegar aus Rohrbach kommt aus dem Iran und ist seit 33 Jahren in Österreich. Navid Sarraf aus dem Iran, Behnam Seyf aus dem Iran und Hassan aus Syrien sind Asylwerber, die in Rohrbach einquartiert sind. Sie arbeiten täglich ehrenamtlich in Kollerschlag. Neben dem Roten Kreuz sind auch viele freiwillige Helfer im Einsatz. Sie versorgen die Flüchtlinge, die mit Bussen mit steirischen Kennzeichen kommen, mit Essen und Trinken. Viele dieser Menschen haben nur das Nötigste bei sich. Immer wieder sieht man auch Kinder, die barfuß unterwegs sind.


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