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BEZIRK KREMS. Die Kriminalstatistik 2019 für Stadt und Bezirk Krems liegt vor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Straftaten merklich gestiegen. Die Exekutive registriert verstärkt Aggressionen gegen Polizisten sowie Betrügereien und Internetkriminalität.

Die Kremser Polizei hatte im vergangenen Jahr einiges zu tun, kann aber auch auf eine hohe Aufklärungsquote verweisen. Symbolfoto: Weihbold

Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt, dass die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten in NÖ von 67.122 im Jahr 2018 auf 68.996 im Jahr 2019 leicht gestiegen ist (plus 2,8 Prozent). Die Aufklärungsquote hingegen ist von 53,6 auf 52,8 Prozent minimal gesunken. In Stadt und Bezirk sind die Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 Prozent gestiegen, wobei sich diese von den Einbrüchen weg hin zu Betrugshandlungen und ins Internet verlagert haben. Dies teilt der Kremser Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky mit.

Gegensätzliche Entwicklung

Die Entwicklungen der Delikte in Stadt und Bezirk sind Matousovsky zufolge in manchen Bereichen absolut widersprüchlich. Bei Firmeneinbrüchen, Taschen- und PKW-Diebstählen gebe es in der Stadt einen deutlichen Rückgang, während hier im Bezirk eine deutliche Steigerung zu beobachten sei. Bei den Fahrraddiebstählen sei hingegen im Bezirk ein deutlicher Rückgang und in der Stadt eine markante Steigerung zu verzeichnen. Sowohl im Bezirk als auch in der Stadt steigt laut Matousovsky die Aggression gegen die einschreitenden Polizeibediensteten.

Betrügereien nehmen zu

„Die ebenfalls in beiden Bereichen stark gestiegene Zahl an Betrugshandlungen – vorwiegend im Internet – ist offensichtlich für den Großteil des Anstieges der Gesamtkriminalität im ganzen Bundesland und so auch in Krems verantwortlich“, berichtet Matousovsky. Die Gesamtzahl der gerichtlich strafbaren Handlungen liege mit 2.389 in der Stadt im mehrjährigen Vergleich zwar merkbar über dem Durchschnitt, jene im Bezirk mit 1.334 aber dafür leicht unter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Hohe Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote in der Stadt ist vom bereits relativ hohen Wert von 57,8 auf 59,8 Prozent nochmals gestiegen und liegt somit deutlich über der Landesquote von 52,8 Prozent, freut sich der Polizeikommandant. Jene im Bezirk sei zwar von 53,5 auf 52,0 Prozent leicht gesunken, liege aber weiterhin annähernd beim Landesdurchschnitt von 52,8 Prozent und stelle somit einen sehr guten Wert dar.


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