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KREMS. Muslimische Gläubige feierten vor Kurzem mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Blaulichtorganisationen das so genannte Fastenbrechen. Im Gespräch mit Tips berichten Vertreter der muslimischen Glaubensgemeinschaften von ihrem Leben in Krems und wie es in der Wachaumetropole aus ihrer Sicht um das Thema Integration bestellt ist.

  1 / 4   Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Polizei feierten gemeinsam mit Mitgliedern der muslimischen Kulturvereine das Fastenbrechen. Fotos: Brandt

In Zeiten von Flüchtlingsnot und massivem Fremdenhass in sozialen Netzwerken möchte Krems ein Zeichen für kulturelle Vielfalt setzen. Zusammen mit der örtlichen Fachstelle für Integration lud die Stadt zum gemeinsamen Iftaressen ins Volkshaus Lerchenfeld. Iftar ist die Zeit nach Sonnenuntergang im Fastenmonat Ramadan, an dem das Fasten gebrochen wird. Neben zahlreichen Mitgliedern der albanischen, bosnischen und türkischen Glaubensgemeinschaften folgten auch Vertreter von Politik, Polizei, Wirtschaft und Schulen der Einladung.

„Hier in Krems haben wir keine Probleme mit der Integration. Aber wir haben auch viel dafür getan“, erzählt die ehemalige SPÖ-Gemeinderätin Helgard Rodriguez, die sich seit Jahren in diesem Bereich engagiert. Eine Einschätzung, die auch die Obmänner aller drei anwesenden Kulturvereine teilen.

„Integration funktioniert“

Aus rund 600 Mitgliedern setzt sich der bosnische Kulturverein in Krems zusammen. „Die Integration funktioniert tadellos“, erklärt Obmann Abdulraman Sali. „Vor allem die Jungen fühlen sich als Österreicher und betrachten Deutsch als ihre Muttersprache“. Sali zufolge ist ein offener Dialog notwendig: „Denn Glaube und Religion werden oft für Gewalt und Terror missbraucht“.

Wunsch nach mehr Kontakt

Noch mehr Veranstaltungen dieser Art wünscht sich auch der Obmann der türkischen Glaubensgemeinschaft, Kemal Yayla. Beispielsweise um Vorurteile gegenüber Moslems abzubauen. „Nicht jeder, der einen Bart trägt, ist ein Terrorist“, betont Yayla. Doch auch er bestätigt, dass das Leben in Krems für ihn grundsätzlich problemlos verläuft.

„Das Miteinander braucht Engagement“, weiß auch Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ). Diese Veranstaltung sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Resch zufolge leben in Krems derzeit Angehörige von über 100 Nationen.


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