Steiner Original: Reiseleiterin Christine Emberger war schon in mehr als 100 Ländern
KREMS. Christine Emberger ist seit mehr als 25 Jahren auf der ganzen Welt als Reiseleiterin unterwegs. Die leidenschaftliche Fotografin ist vielen Einheimischen und Touristen aber auch als Stadtführerin wohlbekannt. Unter anderem führt sie in der Rolle des „Kremser Schmidt“ durch die historischen Gassen der Welterberegion. Tips hat mit dem „Steiner Original“ gesprochen.

Tips: Wie kommt man zum Beruf Reiseleiterin?
Christine Emberger: Das war eher ein Zufall. Ich war immer kulturell und geschichtlich sehr interessiert und wurde daher vor 25 Jahren angesprochen, ob ich mir nicht zutraue, Wachauführungen zu machen. Das hat mir sehr gut gefallen und im Sommer darauf bin ich mit Freunden auf eine England-Schottland-Reise gefahren. Danach habe ich mich beim Reiseveranstalter beworben, speziell für Großbritannien, da ich zuvor bereits zwei Jahre in London gelebt habe.
Tips:Wie ist es daraufhin weitergegangen?
Emberger: Danach war ich im Jemen. Das war eine extreme Herausforderung für mich. Du kommst von Österreich in ein mittelalterliches Land und siehst, wie unterschiedlich das Leben ist. Einen Tag, nachdem ich nach Hause gekommen bin, hat mich mein Chef angerufen, ob ich nicht noch einmal in den Jemen fahren kann. Ich habe keine Sekunde überlegt. Von da an war ich mit dem Reisevirus infiziert. Mittlerweile war ich in über 100 Ländern als Reiseleiterin tätig und führe leidenschaftlich gerne Gruppen in die ganze Welt. Angefangen von Europa, Asien, Afrika, Orient, Lateinamerika, Grönland und bis hin zur Antarktis.
Tips:Was macht für Sie die Faszination am Reisen aus?
Emberger: Ich bin ohnehin jemand, der nicht ruhig sitzen kann. Ich finde es schön, neue Kulturen kennenzulernen. Wenn ich nur dasitze und nicht über den Tellerrand hinausblicke, habe ich vielleicht eine vorgefertigte Meinung. Mir ist es wichtig, dass die Leute rauskommen und die Welt sehen. Es ist faszinierend und schön, wenn man die Möglichkeit hat, sich selbst ein Bild zu machen.
Tips:Die Wachau ist Ihre Heimat, aber wie viel Zeit verbringen Sie im Ausland?
Emberger: Ich verbringe um die 140 Tage pro Jahr im Ausland, was jetzt nicht mehr so viel für mich ist. Früher waren es 240 Tage und mehr. Das ist dann schon körperlich anstrengend. Die Langstreckenflüge, immer aus dem Koffer leben. Die Jahreszeiten kommen einem auch komplett durcheinander.
Tips: Welcher Ort ist für Sie das ultimative Reiseziel wo Sie sagen: „Hier würde ich am liebsten für immer bleiben“?
Emberger: Die Wachau und im speziellen meine Heimatstadt Stein an der Donau. Ich würde hier niemals weggehen, weil es hier landschaftlich und kulturell extrem spannend ist und man viele Veranstaltungen im Umkreis besuchen kann. Es ist gut, wenn man als Reiseleiterin eine Basis hat. Hier faszinieren mich die Landschaft, das Brauchtum, und natürlich die Heurigen. Damit kommt kein anderes Land mit (lacht).
Tips:Sie machen immer wieder Themenführungen durch Krems und Stein und die Welterberegion Wachau. Zum Beispiel als Kremser Schmidt. Wie ist die Idee dazu entstanden?
Emberger: Meine Idee vor zwei Jahren, gewandete Kremser Schmidt Führungen anzubieten, entstand bei einem Gläschen Wein. Und nun zum 300-Jahre-Jubiläum kann ich bei vielen Veranstaltungen mitwirken, was mich sehr freut. Ich habe mich fast ein ganzes Jahr auf die Rolle vorbereitet, vor allem, um auch die passenden Requisiten zu finden. Ich glaube es kommt bei mir authentisch rüber, weil ich versuche, es von ganzem Herzen zu machen. Den Leuten gefällt es sehr gut und mir macht es ganz viel Spaß.
Zukünftige Destinationen und Stadtführungen
Wo geht es für das Steiner Original Christine Emberger als nächstes hin? Reiseleitungen und Stadtführungen finden Interessierte unter: www.christine-emberger.at.


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