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KREMS. Für neue Betriebsansiedlungsflächen machen sich die Mitglieder des Kremser Wirtschaftsbeirats stark. Eine zentrale Forderung dabei ist der vierspurige Ausbau der S5 zwischen Jettsdorf und Krems-Ost.

Diskutierten über Betriebsansiedlungen (v. l.): Hansjörg Henneis (Kremser Bank), Wolfgang Spindelberger (Hydroingenieure), Josef Wildburger (Plattform St. Pölten 2020), Bernd Brantner (Firma Brantner), Franz Schütz (Schütz Bau), Klaus Stachelberger (voestalpine), Michael Riebel (Teerag-Asdag), Hubert Mierka (Mierka Donauhafen), Walter Stiefler (Wirtschaftsbeirat), Werner Retter (Planungsbüro Retter) und Christine Pölleritzer (Wirtschaftsbeirat) Foto: Brandt

Entlang der S5 zwischen Krems und Grafenwörth sehen die Mitglieder des Kremser Wirtschaftsbeirats langfristig Chancen für neue Betriebsgebiete. Voraussetzung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region ist für sie jedoch der vierspurige Ausbau der Schnellstraße. Keine neue Forderung: „Wir beschäftigen und schon seit zehn Jahren mit dem Thema“, so Obmann Walter Stiefler bei der jüngsten Sitzung des Gremiums.

Diese Forderung wird auch von der Kremser Stadtpolitik unterstützt und immer wieder thematisiert. Zuletzt ergab jedoch eine Verkehrszählung auf der Strecke, dass ein Ausbau derzeit nicht zwingend notwendig sei. Laut Verkehrsplaner Werner Retter ist dieser nun für den Zeitraum 2030 bis 2035 vorgesehen. Den Mitgliedern des Wirtschaftsbeirats dauert dies zu lang, sie wollen nun selbst aktiv werden und sämtliche Entscheidungsträger von einer schnelleren Umsetzung überzeugen.

Bau kostet fast 50 Millionen

Werner Retter, der eine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellt hat, beziffert die Kosten eines vierspurigen Ausbaus auf rund 49 Millionen Euro, ein dreispuriger Ausbau käme auf rund 43,5 Millionen Euro. Grund für die hohen Kosten sei, dass sämtliche Brückentragwerke erneuert werden müssten. Der Verkehrsplaner unterstützt die Forderung nach einem Ausbau der Strecke: „Die neue Donaubrücke hat wirtschaftlich keine Verbesserung für Krems gebracht. Es gibt schon erste Absiedlungen von Firmen Richtung Grafenwörth.“


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