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KREMS. Jetzt ist es amtlich: Das Parken in der Grünen Zone wird ab Februar teurer, der Tagestarif steigt von zwei auf vier Euro. Die Stadt erwartet sich durch diese umstrittene Maßnahme Mehreinnahmen von jährlich 300.000 Euro, die in Verkehrsprojekte fließen sollen.

Autofahrer, die ihren Wagen länger als vier Stunden in der Grünen Zone abstellen möchten, müssen ab Februar tiefer in die Tasche greifen. Foto: Brandt

Gegen die Stimmen der Opposition (und einer Enthaltung von ÖVP-Gemeinderätin und Kaufmannschafts-Vorstandsmitglied Sonja Hockauf-Bartaschek) hat der Gemeinderat eine Erhöhung der Parkgebühren beschlossen. Ab Februar kostet das Tagesparkticket in der Grünen Zone nicht mehr zwei, sondern vier Euro. Der Stundentarif von 50 Cent bleibt unberührt. Autofahrer, die ihren Wagen länger als vier Stunden abstellen möchten, müssen daher künftig tiefer in die Tasche greifen. Fünf Stunden Parken kosten ab Februar 2,50 Euro, sechs Stunden drei Euro, und so weiter. Die maximale Tagesgebühr beträgt vier Euro, was einer Parkdauer von acht Stunden entspricht.

Neuer Tagesparkschein

Die neue Regelung tritt ab 1. Februar 2016 in Kraft. Bis dahin werden laut Magistrat auch neue – hellblaue – Tagesparkscheine in den Verkaufsstellen aufliegen. Der bisherige graue Tagesparkschein kann noch bis Ende Februar verwendet werden – pro Tag müssen dann im Februar jeweils zwei Scheine ausgefüllt werden. Ab März können alle alten Tagesparkscheine bis Ende Jänner 2017 in der Stadtkasse im Kremser Rathaus umgetauscht werden. Die bisherigen Stundenparkscheine gelten auch weiterhin.

Umsetzung kostet 15.840 Euro

Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel (SPÖ) beziffert die Kosten für die Umsetzung der Tarifänderung auf 15.840 Euro. Denn es müssen Parkscheinautomaten umprogrammiert, Hinweistafeln ausgetauscht sowie neue Parkscheine und Infofolder gedruckt werden. Laut Finanzdirektor Karl Rauscher erwartet man sich durch die Gebührenerhöhung Mehreinnahmen von jährlich 300.000 Euro – sofern sich das Parkverhalten nicht ändert.

Resch: Angebot ausgeweitet

Laut Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) fließen die Parkeinnahmen in die Verkehrsinfrastruktur. Allein im Jahr 2015 habe man sechs Millionen Euro für Verkehrsmaßnahmen ausgegeben. Der Gebührenerhöhung stünde eine Ausweitung der Leistungen für Autofahrer gegenüber: Resch verweist hier unter anderem auf den Bau des Pendlerparkplatzes in der Au oder die geplante Schaffung oder Sanierung von Parkflächen.

Mögliche Alternativen

Der Stadtchef betont, sich die Entscheidung nicht leicht gemacht zu haben. Die Alternative wäre gewesen, die Neugestaltung des Südtirolerplatzes zu streichen (“dann hätten wir eine große Chance für die Stadtentwicklung und einen attraktiven Stadtplatz nicht genutzt“) oder alle Parkgebühren geringfügig anzuheben (“das hätte noch mehr Menschen getroffen“).

Gesetzesänderung erwirken

Mit der nun beschlossenen Maßnahme wird Resch zufolge die Innenstadt nicht zusätzlich belastet. Sie wirke sich außerdem nachhaltig aufs Budget aus. Ihm sei jedoch bewusst, dass es ein großer Sprung von zwei auf vier Euro sei, der vor allem die Mitarbeiter der Innenstadtbetriebe treffe. Er wolle sich daher für eine Landesgesetzänderung einsetzen, um künftig auch Wochen-, Monats- und Jahreskarten anbieten zu können. ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger habe ihm hier bereits seine Unterstützung zugesagt.


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Kremser
Kremser
25.12.2015 19:14

Geht gar nicht!

Die Oberflächengestaltung den BürgerInnen und nicht dem Verursacher Seidl aufzubürden, ist für diese eine absolute Zumutung! Diesen Fehler jetzt mit einer exorbitanten Parkgebührenerhöhung zu kompensieren, ist eine weitere wirtschaftspolitische Fehlleistung des roten Bürgermeisters und seiner Fraktion. Sie trifft die Altstadtwirtschaft und die Beschäftigten mit einem durchschnittlichen Nettomonatslohn pro zufahrenden Beschäftigen! Die Reaktionen dieser Betroffenen ist leicht absehbar, aber vom Bürgermeister Resch nicht bedacht! Seine Rechtfertigung ist politischer Nonsens. Es kann sich nur um neoliberale Andienerei an ein besonders zu bedenkendes Klientel handeln. Diese selbsternannte Kremspartei ruiniert den Wirtschaftsbereich Altstadt und denkt sich dabei nichts bis absolut nichts!