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Fünf Jahre nach Wahlsieg: Kremser SPÖ sieht Verbesserungen in allen Bereichen

Claudia Brandt, 04.09.2017 17:13

KREMS. Unter dem Motto „Prädikat: Sehenswert!“ haben Bürgermeister Reinhard Resch und seine SPÖ-Stadträte die Bilanz ihrer ersten Amtszeit seit dem Machtwechsel 2012 vorgelegt. Sie verweisen auf eine rege Investitionstätigkeit, hohen Schuldenabbau, verstärkte Bürgerbeteiligung und Verbesserungen beim öffentlichen Verkehr.

Legten eine Bilanz ihrer politischen Arbeit in den vergangenen fünf Jahren vor: (v. l.) Stadtrat Wolfgang Chaloupek, Bürgermeister Reinhard Resch sowie die Stadträte Eva Hollerer und Alfred Scheichel (alle SPÖ). Foto: Brandt

„Eine Aufbruchstimmung wie in der Gründerzeit“ attestiert Bürgermeister Reinhard Resch der Stadt Krems. Die Wirtschaft prosperiere, jährlich würden sich rund 70 neue Betriebe in der Wachaumetropole ansiedeln. „Es hat noch nie so eine Investitionstätigkeit gegeben“, erklärt der Stadtchef. Groß ist die Freude über die Ansiedlung des Pharmakonzerns MSD, der bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffen will.

„Neue politische Kultur“

Eine positive Bilanz zieht Resch auch für die Arbeit innerhalb des Rathauses: „Wir haben eine neue politische Kultur“. Diese sei von Transparenz und Offenheit geprägt. Auch die Finanzen seien nachhaltig konsolidiert und die Stadt wieder auf eine solide Basis gestellt. Groß geschrieben wird das strategische Arbeiten: Resch zufolge wurden Konzepte für sämtliche Bereiche, darunter Tourismus und Mobilität, erstellt.

„Man findet einen Parkplatz“

Laut Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel hat die Stadt seit 2012 insgesamt 450 neue Parkplätze geschaffen. Grundsätzlich ist Scheichel mit der Parksituation zufrieden: „Man findet immer einen Parkplatz“. Laut Stadtchef Resch wird jedoch weiter an Optimierungen gearbeitet.

Öffis verbessert

Verbesserungen gab es Scheichel zufolge auch beim Öffentlichen Verkehr. Durch eine neue Routenführung bei der Stadtbuslinie 3 seien nun auch das Mariandl und der Friedhof leichter erreichbar. Neu eingeführt wurden der Nachtzug Wien-Krems sowie ein Halbstundentakt zwischen Krems und St. Pölten.

150 Sozialsprechstunden

Stadträtin Eva Hollerer ließ die Arbeit im Sozialbereich Revue passieren. So habe man einen Behindertenbeirat und einen Sozialfonds eingerichtet. Letzterer werde durch Spenden befüllt und diene der unbürokratischen und schnellen Unterstützung von Bürgern in finanzieller Not. Rund 150 Gespräche hat Hollerer nach eigenen Angaben im Rahmen ihrer „Sozialsprechstunde“ geführt. Hauptanliegen der Bürger seien Wohnungs- und Jobsuche sowie kurzfristige Zahlungsnöte gewesen.

Bettelverbot „richtige Entscheidung“

Sehr arbeitsintensiv war Hollerer zufolge die Asylkoordination. Dank der Arbeit des Vereins Impulse sei es gelungen, den Ansturm der Flüchtlinge gut zu bewältigen. Entgegen dem bundesweiten Trend in der eigenen Partei habe man in Krems zudem ein sektorales Bettelverbot eingeführt, was Hollerer nach Rückmeldungen von Einzelhändlern und Bürgern als „richtige Entscheidung“ bezeichnet.

Mehr Bürgerbeteiligung

Verabschiedet wurde zudem das „Stadtentwicklungskonzept 2030“. Ein Teil davon ist das Bürgerbeteiligungsmodell. Wenn es nach der SPÖ geht, soll es künftig eine 20-Stunden-Kraft im Magistrat geben, die für den Bereich Bürgerbeteiligung zuständig ist. Wieder besetzt wurde Hollerer zufolge in den vergangenen Jahren der Posten des Baudirektors, neu geschaffen wurde die Wirtschaftsservicestelle.

120 Millionen Euro investiert

„Der Balanceakt zwischen Sparen und Investieren ist geglückt“, bilanziert Controlling-Stadtrat Wolfgang Chaloupek. Die Stadt habe in den vergangenen fünf Jahren Schulden in der Höhe von 34 Millionen Euro abgebaut und gleichzeitig 120 Millionen Euro in kommunale Projekte investiert. Möglich gemacht hätte dies unter anderem eine Erweiterung der Controllinginstrumente sowie eine regelmäßige Budgetsteuerung. Auch die Rathausmitarbeiter seien in jährlich 80 bis 90 Gesprächen eingebunden worden und konnten ihre Ideen einbringen. „Es wird uns auch heuer wieder gelingen, unsere Jahresbudgetziele zu erreichen“, ist Chaloupek überzeugt.

Am Weg zur Energieautarkie

Laut Bürgermeister wurden acht Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Ein sehr wichtiges Projekt war die Errichtung des „Service Center Bauen“. Bald abgeschlossen ist Resch zufolge der Bau des Hochwasserschutzes im Kremstal. Viel getan habe sich im Bereich Klima und Umwelt. Das Projekt „Energieautarkie 2030“ sei Schritt für Schritt in der Umsetzung, in 13 Jahren will die Stadt unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Durch die Einführung einer Energiebuchhaltung sei die Stadt außerdem in der Lage, mehrere hunderttausend Euro einzusparen.


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