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KREMS. Mit einem bundesweiten Pilotprojekt wollen die Stadt und weitere Partner aufzeigen, mit welch einfachen Mitteln sich etwas für das innerstädtische Klima tun lässt. Gebäudebegrünungen sollen der sommerlichen Überhitzung entgegenwirken.

  1 / 2   Bernhard Scharf von „green4cities“ (2. v. l.), Projektleiter Christoph Stenzel (3. v. l), Gedesag-Direktor Alfred Graf (4. v. l.), Umweltgemeinderat Albert Kisling (vorne), Bürgermeister Reinhard Resch (6. v. l.) und Uniprofessor Helmut Flögl (r.) stellten das Projekt gemeinsam bei einer Pressekonferenz vor. Fotos: Brandt

Unter dem Titel „Greenovate“ haben Donau-Universität, Stadt Krems und die Gedesag gemeinsam mit dem Unternehmen „green4cities“ ein bundesweites Pilotprojekt gestartet. Ziel von „Greenovate“ ist es, anhand von zwei Fallbeispielen zu veranschaulichen, wie sich eine maßgeschneiderte und professionelle Gebäudebegrünung positiv auf das innerstädtische Klima auswirkt. Die Ergebnisse werden anschließend via Internet allen Interessierten zugänglich gemacht.

Zwei konkrete Projekte

Konkret sollen zwei Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft Gedesag begrünt werden: Zum einen die Unternehmenszentrale am Kremser Bahnhof und zum anderen der geplante Neubau auf einem leerstehenden Areal in der Gaswerkgasse. Denn dort, wo früher das Kremser Anlagenrecht beheimatet war, soll eine moderne Wohnanlage entstehen.

„Smarte Lösung“

„Es ist wichtig, dem Grünraum noch einen höheren Stellenwert einzuräumen“, erklärt Gedesag-Vorstandsdirektor Alfred Graf. Die Architekten seien angehalten, dies verstärkt bei ihren Planungen zu berücksichtigen. Als eine „smarte Lösung“ bezeichnet Professor Helmut Flögl von der Donau-Universität Krems die Begrünung von Gebäuden. Pflanzen seien eine Bioklimaanlage und hätten durch die Evolution gelernt, mit Hitze umzugehen.

Bis zu 40 Grad in der Stadt

Als einen „ersten Schritt, dem viele weitere folgen sollen“, bezeichnet Bürgermeister Reinhard Resch das Pilotprojekt. Denn der Klimawandel sei auch in Krems deutlich spürbar. „Im Sommer haben wir Temperaturen von bis zu 40 Grad in der Stadt. Das ist vor allem für ältere Menschen, Kranke und Tiere sehr belastend“, so Umweltgemeinderat Albert Kisling. Die Stadt ist nach Angaben der SPÖ-Politiker in Sachen Klimaschutz auf einem guten Weg – bis zum Jahr 2030 will man energieautark sein.


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