Haitzendorf sensationell
Krems souverän, Haitzendorf fast makellos, Aufsteiger Rohrendorf mit erstem Punkt – die Startbilanz „unserer“ Landesligisten kann sich sehen lassen.

2:1 in Gaflenz, 3:1 gegen Spratzern, 4:0 in Bruck – fast könnte man sich fragen „was blüht den nächsten KSC-Gegnern?“ (z. B. am Freitag Langenrohr im Doll-Stadion). Trainer Kurt Jusits jedoch hält den Ball flach, er sah in allen drei Partien „Luft nach oben“. Aber: Die Defensive steht trotz des Ausfalls von Florian Bauer (Mittelfußknochenbruch) gut, mit Lukas Marschall als Innenverteidiger hatte Jusits eine sehr gute Idee. Vorne sorgt 1.97-m-Hüne Edin Salkic für steten Torjubel – in jeder Partie getroffen, zuletzt in Bruck gar drei Mal. Sechs Treffer, das sind zwei Drittel aller KSC-Tore und die jetzt schon überlegene Führung in der Liga-Torschützenliste. Das alles sollten sich die Kremser Fans auch einmal live geben. Gegen Spratzern waren ja nur knapp mehr als 300 im Stadion …
Die Liga-Sensation schlechthin heißt aber SV Klement Haitzendorf. Der Fast-Absteiger der letzten Saison besiegte nach dem 2:2-Heimauftakt gegen Würmla und dem 3:0 in St. Peter am Sonntag das Star-Ensemble von Aufsteiger Stripfing 2:1. Nach dem schnellen Tor von Stefan Gruber (3.) entwickelte sich eine hitzige Partie, in der eine kompakte Haitzendorfer Defensive die Gäste immer wieder anlaufen ließ. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (55.) „verlängerte“ ein Stripfinger zehn Minuten später einen Denk-Freistoß zum viel umjubelten Siegestreffer, für den die Klein-Elf aber noch lange arbeiten musste: Der Referee ließ zehn Minuten nachspielen, schloss da noch den Stripfinger Akaslan (91., Beleidigung) und Matthäus Halmer (92., Foul) aus.
Beim 1:3 von Rohrendorf gegen Retz sahen über 600 Zuschauer und sogar Trainer Muamer Dedic noch einen „eklatanten Klassenunterschied“, eine Woche später freute er sich schon über den ersten Punkt – 0:0 in Kottingbrunn. Die Gäste (noch immer ohne die verletzten Partys und Lapes) benötigten zwar jede Menge Abwehr-Arbeit und manchmal auch Glück, hätten zum Schluss aber sogar gewinnen können: Ein Freistoß von Patrick Geyer prallte von der Stange zurück ins Feld (91.).


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