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KREMSMÜNSTER. Im Zuge der Sanierungsarbeiten am Theater am Tötenhengst in Kremsmünster wurde in einer Zwischendecke eine bedeutende Entdeckung gemacht. Ein von Hand geschriebenes Rollenbuch aus dem Jahre 1835 kam zum Vorschein.

Rollenbuch von 1835
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„Das Rollenbuch in Form mehrerer, einzeln gebundener Hefte stammt aus der Zeit, in der der Gründer des Theaters am Tötenhengst, Ferdinand Margelik, noch selbst Theaterobmann war“, erklärt Dagmar Fetz-Lugmayr, Kulturreferentin der Marktgemeinde Kremsmünster. Derzeit ist man gerade dabei den Fund historisch einzuordnen – möglich wäre, dass es sich um die Handschrift des Gründers selbst handelt.

Sicher ist, dass dieser Fund neben dem historischen Theatervorhang nun das älteste erhaltene Originaldokument des Theaters am Tötenhengst ist. Es wurde somit vor fast 200 Jahren als Zeitzeugnis des Wirkens von den Gründungsmitgliedern für nachfolgende Generationen hinterlassen. Ferdinand Margelik, der auch als Marktrichter tätig war, leitete das Theater von 1812 bis 1842. In den Statuten des Theaters schreibt er: „Schon vor vielen Jahren hatten mehrere Menschenfreunde sich vereiniget eine Schaubühne zu errichten, um dadurch die Bildung junger Menschen zu begründen und zugleich den wohltätigen Endzweck, die Unterstützung armer Schüler zu erreichen. (...)“

Dagmar Fetz-Lugmayr zeigt sich besonders bewegt von dem historischen Fund. „Das Original wird nun weiter untersucht und dann entsprechend archiviert. Reproduktionen werden möglicherweise nach dem Abschluss der Arbeiten im neu sanierten Theater ausgestellt werden“, erklärt die Kulturreferentin abschließend.


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