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KREMSMÜNSTER. Dagmar Fetz-Lugmayr, Gemeinderätin in Kremsmünster und wissenschaftliche Referentin, geht mit ihrem im September erscheinenden Buch auf Spurensuche nach der sagenhaften Historie des Ortes.

Autorin Dagmar Fetz-Lugmayr hat sich auch in der Natur Inspiration geholt. Foto: L. Valentin
  1 / 4   Autorin Dagmar Fetz-Lugmayr hat sich auch in der Natur Inspiration geholt. Foto: L. Valentin

Tips: Warum leben Sie gerne in Kremsmünster?

Dagmar Fetz-Lugmayr: Als geborene Kremsmünsterin hat mich die beeindruckende Geschichte seit jeher fasziniert. Es ist ein lebenswerter Ort, reich an Kulturschätzen, einem regen Wirtschaftstreiben, aktiven Vereinen, zentral gelegen und eingebettet in eine wunderschöne Landschaft.

Tips: Was machen Sie am liebsten und warum?

Fetz-Lugmayr: Hauptberuflich bin ich als wissenschaftliche Referentin im oö. Landesmuseum tätig. Solange ich denken kann, habe ich mich für Kulturprojekte verschiedenster Art engagiert und freue mich sehr, dies auch beruflich umsetzen zu können. Knifflige Recherchen sehe ich als Herausforderung. Besonders fasziniert es mich, vergessenen Geschichten auf der Spur zu sein.

Tips: Wie sind Sie auf die Idee zu Ihrem Buch gekommen?

Fetz-Lugmayr: Die Idee zum Buch „Sagenreiches Kremsmünster“ beschäftigt mich schon lange. Ein historischer Kulturort wie Kremsmünster hat vieles zu erzählen. Die Gründungssage des Klosters wird seit Jahrhunderten überliefert und wurde vielfach in steinernen Denkmälern, der Kunst und Literatur interpretiert. Ich war überzeugt, dass dies nicht die einzige sagenhafte Überlieferung des geschichtsträchtigen Bodens sein kann. Daher machte ich mich auf die Suche und wurde fündig. Es ist bereits das dritte Buch aus meiner Feder. Als sich letzten Herbst drei bekannte Verlage für diese Arbeit interessierten, ging alles plötzlich ganz schnell. 

Tips: Was ist am Schreiben das Schwierigste für Sie?

Fetz-Lugmayr: Die größte Herausforderung war der enorme Zeitaufwand der umfangreichen Recherchen. Unzählige Stunden verbrachte ich mit Archivalien, lernte die Kurrent-Schrift, um alte Dokumente lesen zu können und war in der Natur unterwegs, um mich inspirieren zu lassen. Die Fundstücke fügte ich behutsam zusammen, gab alten Überlieferungen neue Worte und ließ besondere Plätze erzählen. Ich möchte den Menschen Lust machen, mit offenen Sinnen die nähere Umgebung neu zu entdecken. Es lohnt sich. Der Zugang über sagenhafte Spuren ist ein spielerischer. Auch wahre Geschichten gesellten sich hinzu, denen ein besonderer Zauber innewohnt. Die Texte wurden umfangreich recherchiert. Jahreszahlen und Fachbegriffe rücken aber bewusst in den Hintergrund. Das Buch soll die Neugierde wecken, besondere Plätze, Kunstschätze und Naturdenkmäler mit ihren Geschichten zu erleben. Das Taschenformat lädt ein, bei Spaziergängen und kleinen Wanderungen die Texte vor Ort zu lesen. 

Tips: Wird es bald weitere Bücher aus Ihrer Feder zu lesen geben?

Fetz-Lugmayr: Ja, und natürlich wachsen bereits wieder neue Ideen, aber jetzt freue ich mich darauf, das Projekt „Sagenreiches Kremsmünster“ bald in die Welt zu entlassen und hoffe, dass das Buch vielen Menschen schöne Stunden schenkt.


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