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Gedenkgarten im Rahmen der Landesgartenschau für den heiligen Benedikt von dem Benediktinerstift Kremsmünster

Tips Jugendredaktion, Anna Bammer, 08.07.2017 08:00

KREMSMÜNSTER. Der heilige Benedikt lebte im 5. Jahrhundert und gründete mehrere Klöster in Italien. Auf dem Montecassino schrieb er die bedeutendste Ordensregel des Abendlandes. Der Gedenktag des Schutzpatrons Europas wird am 11. Juli gefeiert. Aus diesem Anlass stellet das Benediktinerstift Kremsmünster den Hortus Benedicti, den Garten Benedikts vor.

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Der Hortus Benedicti ist Teil des Konventgartens, der nach der Landesgartenschau wieder den Mönchen vorbehalten sein soll. Der „Garten Benedikts“ soll helfen, das Leben neu zu ordnen und auf Gott auszurichten. Er sieht von außen ungeordnet aus. Betritt man ihn, so fügen sich die Holzstelen in ein harmonisches Ganzes und richten den Blick nach oben. Von innen betrachtet hat alles seine Ordnung. Ins Zentrum des Gartens zu gehen hilft, die eigene Mitte zu finden. Hier entsteht ein ruhiger Ort zum Nachdenken, Beten und Innehalten. Die Wegkreuzung zeigt die Verbindung zwischen den Menschen ebenso wie von Himmel und Erde. Der Kreis in der Mitte symbolisiert den Kreislauf des Lebens, aber auch das Ewige und Zeitlose.

Die Wahl der Materialien und Pflanzen hat eine besondere Bedeutung: Kies ist ein dauerhaftes Material, welches Ewigkeit, aber auch Wasser und Leben versinnbildlicht. Auf Kies zu gehen erzeugt Geräusche, das Innehalten lässt Ruhe einkehren. In der Mitte des Gartens steht ein Apfelbaum, der als Reminiszenz an den Paradiesgarten und das ewige Leben gedacht ist.

Die Gräser und Stauden, jetzt in einem Ordnungssystem gepflanzt, verwachsen sich im Laufe der Zeit und bilden immer mehr eine Einheit. Alle hier gepflanzten Wildstauden und Gräser sind nach Rewisa-Richtlinien (Regionale Wildpflanzen und Samen) zertifiziert. Darunter befinden sich auch einige in Oberösterreich geschützte Arten wie die Türkenbund-Lilie, Kartäuser-Nelke und Knäuel-Glockenblume.

Der Hortus Benedikti wurde von der Landschaftsarchitektin Dipl. Ing. Carla Lo gestaltet, die Mönche von Kremsmünster wählten Zitate aus der Regel des heiligen Benedikt aus, die auf Holzstelen zu finden sind und die Besucher zur Meditation einladen.


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