Mit Fleiß, Geduld und hartem Training
KREMSMÜNSTER. Nur weil die Trainings, sportlichen Veranstaltungen und Wettbewerbe aufgrund des Coronavirus eine Pause einlegen müssen, ist das noch lange kein Grund, die sportbezogenen Berichte ausfallen zu lassen. Ein Blick hinter die Kulissen genügt, um zu merken, dass sich hinter den Sportvereinen weit mehr abspielt, als zunächst vermutet. Tischtennisspieler Patrick Kefer vom Turn- und Sportverein (TuS) Raika Kremsmünster beispielsweise wechselte seine Schlägerhaltung.

Abgesehen von Asien erlernen alle Kinder das Tischtennisspielen mit der sogenannten „Shakehandhaltung““, erklärt Otto Kefer, Sektionsleiter Tischtennis beim TuS Raika Kremsmünster. Bei der Shakehandhaltung liegen der Daumen auf der Vorderhandseite und der Zeigefinger auf der Rückhandseite des Schlägerblattes. Die restlichen Finger umfassen den Schlägergriff. Der Shakehandhaltung entgegen liegt die Penholderhaltung: „Bei der Penholderhaltung liegt der Schlägergriff zwischen Daumen und Zeigefinger. Die restlichen Finger sind normalerweise frei“, so Otto Kefer.
„Ein Umlernen kommt nur sehr selten vor“
„Ein Umlernen zu einem späteren Zeitpunkt kommt im Regelfall selbst im tischtennisverrückten China nicht vor“, so Otto Kefer. Ein Umlernen der Haltung sei vor allem deshalb äußerst selten, weil sich die Spielart der Rückhandschläge maßgeblich unterscheide. Auch die Vorhandschläge „Topspin“ und „Schmetterschlag“ müssten bei einem Umlernen anders gespielt werden.
Als Achtjähriger die Schlägerhaltung Shakehand erlernt
Mit acht Jahren startete Patrick Kefer das Tischtennisstraining und lernte von Beginn an, mit der Schlägerhaltung „Shakehand“ zu spielen. „Patrick erlernte die Sportart schnell und rasch war klar, dass ihm sehr viel Gefühl für diese feinmotorische Sportart in die Wiege gelegt wurde“, erinnert sich der Sektionsleiter. Neben Wettkämpfen auf Landes- und Bundesebene spielte Patrick Kefer auch in den höchsten Spielklassen Oberösterreichs.
April 2017 dann der Wechsel zur Schlägerhaltung Penholder
Mitte April 2017 endete die Meisterschaft und Patrick Kefer begann mit der von ihm geplanten Umstellung auf die Schlägerhaltung Penholder. „Als Begründung gab er an, dass er eine besondere Motivation benötige um in den Sommermonaten intensiv zu trainieren. Er hatte somit für die Umstellung gerade einmal etwas mehr als drei Monate Zeit bis zum Start der neuen Wettkampfsaison im Herbst. Das spornte ihn an“, erzählt Otto Kefer: „Viele Vereinskollegen versuchten, ihn von diesem scheinbar aussichtslosen Unterfangen abzubringen.“ Die ersten Versuche scheiterten kläglich, doch Patrick Kefer trainierte unbeirrt weiter. Nach zwei Monaten Training ließen sich erste Erfolge verzeichnen. „Nun ging es um die Perfektionierung der Beinarbeit auf das neue System und um die Sicherheit der Schläge. Die Entwicklung ging schnell vorwärts und wir alle staunten über die wöchentlichen erreichten Fortschritte“, so Otto Kefer


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