Sport-Landesrat: Grünes Licht für Bau von neuen Kunstrasenplätzen ohne Mikroplastik

Hits: 98
Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 16.04.2020 16:16 Uhr

OÖ. An sieben Standorten in Oberösterreich können nun neue Kunstrasenplätze gebaut werden. Der Umwelt zu liebe wird dabei auf Kunststoffgranulat verzichtet und auf Sand gesetzt.

Grünes Licht für den Bau neuer Fußball-Kunstrasenplätze ohne Mikroplastik in Oberösterreich hat am Donnerstag, 16. April, der zuständige Landtagsausschuss auf Initiative von Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner gegeben. Neue Kunstrasenplätze dürfen nicht mehr mit Kunststoffgranulat befüllt und gebaut werden, sondern müssen umweltfreundlich mit Sand mit entsprechender Körnung ausgestattet werden. Dies gilt auch für Generalsanierungen. „Damit können wir bei jenen Standorten, an denen bereits Kunstrasenplätze geplant sind und die auch schon eine Finanzierungszusage haben, auch eine Realisierung ermöglichen“, erklärt Landesrat Achleitner, der sich bei den Sportsprechern der im Landtag vertretenen Parteien für deren Zustimmung bedankt. Neue Projekte sind in Pischelsdorf am Engelbach, Gunskirchen, Pasching, Perg, Natternbach, Schenkenfelden und Kremsmünster geplant.

Mikroplastik von Kunstrasenplätzen schadet der Umwelt

Im Vorjahr war der Bau von Kunstrasenplätzen gestoppt worden, nachdem hinsichtlich Mikroplastik in Form des Kunststoffgranulats in den Plätzen Umweltbedenken aufgetaucht waren. Die EU hatte angekündigt, eine Prüfung vorzunehmen, bis dato aber noch keine Entscheidung präsentiert. „Wir haben daher entschieden, generell auf das Kunststoffgranulat zu verzichten und auf eine umweltfreundliche Variante mit speziell gekörntem Sand zu setzen, die auch in Europa schon mehrfach umgesetzt ist und auch hinsichtlich der Spieleigenschaften ausgezeichnete Referenzen hat“, so Landesrat Achleitner. Beispielsweise wurde ein mit diesem Sand befüllter Kunstrasenplatz zuletzt in Leipzig realisiert und erhält von Verein und Fachleuten volle Zustimmung. Auch das ÖISS, das Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau, hat diese Form von neuen Kunstrasenplätzen positiv bewertet.

 „Umweltfreundliches Signal“

In Oberösterreich gibt es bei rund 380 Fußball-Vereinen derzeit 24 Kunstrasenplätze. Die oben angeführten neuen sieben Standorte haben bereits eine Finanzierungzusage erhalten, unter der Voraussetzung eines positiven Abschlusses der notwendigen Behördenverfahren. Die Projekte wurden jedoch im Vorjahr auf „Hold“ gestellt, um eine Entscheidung für eine neue Form von Kunstrasenplätzen abzuwarten. Sport-Landesrat Achleitner: „Ich bin froh, dass wir damit sowohl ein sportliches als auch umweltfreundliches Signal setzen konnten.“ 

Somit werden in Oberösterreich nunmehr nur noch Kunstrasenplätze gefördert, die mit umweltfreundlichem Material gefüllt sind. Ebenso werden Generalsanierungen von Kunstrasenplätzen nur noch auf dieser Basis gefördert und dürfen ebenso kein Kunststoffgranulat mehr als Füllung verwenden.

.

 

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Fotoshooting am See

SPITAL AM PYHRN. Der Schiverein Spital am Pyhrn machte sich Gedanken, wie er seine jüngsten Mitglieder in der Coronakrise unterstützen kann. 

Sandkistenaktion: ÖVP Pettenbach lieferte frischen Sand zum Spielen

PETTENBACH. Das traditionelle Sandkistenbefüllen zahlreicher ÖVP- und ÖAAB-Ortsgruppen im Bezirk konnte heuer aufgrund der Corona-Krise nicht wie gewohnt zu Frühlingsbeginn stattfinden. ...

Wanderin stürzte über ein Schneefeld in Hinterstoder ab

HINTERSTODER/BEZIRK GRIESKIRCHEN. Auf dem Weg zum Salzsteigjoch in Hinterstoder ist eine Wanderin abgerutscht.

Lesung in Schlierbach

SCHLIERBACH. Am Samstag, 6. Juni, liest der Autor Dominik Barta im Theatersaal Schlierbach aus seinem Debütroman „Vom Land“ vor.

Ortsreportage Kremsmünster

KREMSMÜNSTER. Am 17. Juni erscheint in der Tips-Ausgabe Kirchdorf eine Ortsreportage über Kremsmünster. Die Bürger sind aufgerufen, ihre Selfies aus dem Ort zu schicken.

Ausbildungslehrgang zum Rettungssanitäter im Juli

KIRCHDORF AN DER KREMS. Das Rote Kreuz Kirchdorf sucht wieder freiwillige Mitarbeiter für den Rettungsdienst im Bezirk. Die alljährliche Sommerakademie kann unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen ...

Milchprodukte für die Rot Kreuz Stelle und das Altstoffsammelzentrum Kremsmünster

KREMSMÜNSTER. Anlässlich des Weltmilchtages am 1. Juni überbrachten die Bäuerinnen des Bezirkes Milchprodukte. 

Drei Bachstelzen-Babys aus ihrem Nest unter dem Kotflügel eines Lastwagens gerettet

INZERSDORF IM KREMSTAL/STEINBACH AM ZIEHBERG. Der Lenker eines Lastwagens aus Lauterbach (Gemeinde Inzersdorf im Kremstal) staunte nicht schlecht, als ihm plötzlich ein toter Jungvogel vor die ...