Vernachlässigte Katzen gerettet
LAAKIRCHEN. Mehrere Monate lang lebten drei Langhaarkatzen allein in einer vermüllten Wohnung. Auf Ersuchen der Polizei barg die “Assisi-Hof“ - Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins die vernachlässigten Tiere.

Eine ältere Frau hatte in ihrer Wohnung drei Langhaarkatzen gehalten. Nach dem Tod ihrer Tochter zog sie in deren Wohnung und ließ die Samtpfoten in ihrer ursprünglichen Wohnung zurück. Der Anblick, der sich den Mitarbeitern der „Assisi-Hof“ - Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins dort bot, war erschreckend. Die Frau hatte die Katzen zwar mit Nahrung versorgt, die hygienischen Zustände waren allerdings völlig unakzeptabel. Der Boden war mit Müll übersät und die Katzen lebten in ihrem eigenen Kot. Auch die Fellpflege der Tiere war stark vernachlässigt. Daher war es notwendig, die Langhaarkatzen in die Tierklinik Vöcklabruck zu überstellen. Dort wurden die völlig verfilzten Tiere unter Betäubung geschoren und der Flohbefall behandelt. Die Katzen erholen sich nun auf dem „Franz von Assisi-Hof VII“ des Österreichischen Tierschutzvereins in Frankenburg. Rechtzeitig den Rat von Profis einholen Der Österreichische Tierschutzverein ist bei seiner Arbeit immer wieder mit Fällen von schlechter Tierhaltung konfrontiert. Manche Tierhalter sind schon mit der Versorgung eines einzelnen Tieres überfordert. Aufgrund persönlicher Belastungen sind sie nicht mehr in der Lage, sich ausreichend um ihr Haustier zu kümmern. „Oft werden Behörden auf schlechte Tierhaltung erst aufmerksam, wenn die Lage schon extrem kritisch ist. Um in einer solchen Situation helfen zu können, ist es wichtig dem betroffenen Tierhalter mit Verständnis, Geduld und Respekt zu begegnen. Am besten sucht man sich Beistand bei Profis“, rät Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.


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