Innenstadtbelebung als Streitthema
LANGENLOIS. Mehrere leerstehende Geschäftslokale im Zentrum von Langenlois sorgen für eine hitzige Debatte zwischen Grünen-Stadtrat Andreas Nastl und Bürgermeister Hubert Meisl (ÖVP).

„Es brennt vielleicht noch nicht lichterloh, aber den einen oder anderen Brandherd kann man schon entdecken.“ Mit diesen Worten beschrieb Grünen-Stadtrat Andreas Nastl in der jüngsten Gemeinderatssitzung die aktuelle Situation in der Innenstadt von Langenlois. Bereits vor einigen Monaten hatte der Oppositionspolitiker die wirtschaftliche Lage im Zentrum der Weinstadt untersucht und kam zu folgendem Ergebnis: 62 bis 64 aktiven Betrieben stünden 21 leerstehende Geschäftslokale gegenüber.
Nastl fand dieses Ergebnis „besorgniserregend“ und überreichte Bürgermeister Hubert Meisl im Mai eine genaue Auflistung der leerstehenden Betriebe. Seither appelliert der Oppositionspolitiker dafür, sich quer über alle Parteigrenzen hinweg zusammen zu setzen und eine Arbeitsgruppe einzurichten.
Bürgermeister Hubert Meisl wiederum sieht die Situation weitaus weniger gravierend: Von den genannten 21 leerstehenden Geschäftslokalen stünden nur drei wirklich zur Verfügung. „Wenn ein privater Hausbesitzer sagt, er möchte sein Objekt für sich nutzen, dann ist das zu akzeptieren“, erklärt der Stadtchef. In den vergangenen drei Jahren hätten im Zentrum jedoch zehn neue Geschäfte eröffnet.
Bereits Maßnahmen gesetzt
„Ein belebtes Stadtzentrum wie in Langenlois ist keine Selbstverständlichkeit“, meint der Bürgermeister. Zahlreiche Aktivitäten in der Vergangenheit hätten dafür gesorgt, dass die Stadtgemeinde hier deutlich weniger Probleme habe als andere Städte. Meisl verweist hier unter anderem auf die Schaffung von zahlreichen Gratisparkplätzen, Wohnbauprojekten im Zentrum und die jährlichen Wirtschaftsabende.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden