Führungswechsel beim Langenloiser Wirtschaftsbund
SCHILTERN. Gestern Abend fand in der Brauerei BrauSchneider in Schiltern die Hauptversammlung des Wirtschaftsbunds Langenlois statt. Bürgermeister Hubert Meisl (ÖVP), seit Mai 2012 Gemeindegruppenobmann, trat dabei wie erwartet von seinem Amt zurück, um die Funktion „in jüngere Hände zu legen“. Tischlermeister Raimund Vesselsky aus Schiltern wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Der scheidende Obmann nutzte den Abend, um die „zahlreichen Erfolge“ seiner Amtszeit Revue passieren zu lassen und Schilterner Unternehmer „vor den Vorhang zu holen“.

Es war ein emotionaler Abend für den Langenloiser Stadtchef Hubert Meisl. Zahlreiche langjährige Wegbegleiter waren gekommen, darunter auch der Kremser Bezirksgruppenobmann des Wirtschafsbundes, Thomas Hagmann (ÖVP), und der Nationalratsabgeordnete Werner Groiß (ÖVP). Vor der Neuwahl gab Meisl noch einen Streifzug durch die Schwerpunkte seiner fünfjährigen Amtszeit. „Es war immer eines meiner größten Anliegen, Unternehmern die Möglichkeit zu geben, sich in Langenlois anzusiedeln“, so der Bürgermeister.
Belebung des Ortskerns als wichtiges Ziel
Außerdem war Meisl stets bemüht, die Langenloiser Innenstadt zu beleben. Dafür sei es notwendig gewesen, die Kurzparkzone im Zentrum einzuführen und viele neue Parkplätze in der Nähe des Ortskerns zu schaffen. So konnten laut Meisl in den vergangenen Jahren 35 zentrumsnahe Objekte, die bis dahin leer standen, mit Leben erfüllt werden. An die 100 Wohnungen seien so rund um das Ortszentrum entstanden. Die nächsten Projekte stehen bereits in den Startlöchern. So soll das Zöbinger Rathaus einer Komplettsanierung unterzogen werden, damit auch dort moderne Wohnungen entstehen können. Derzeit stehe man in intensiven Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt, Hubert Meisl rechnet allerdings mit einem Baubeginn innerhalb der nächsten zwei Jahre.
Traum von der eigenen Brauerei erfüllt
Die nötige Finanzkraft, um die Langenloiser Vorhaben umzusetzen, liefere unter anderem auch die Kommunalsteuer, die mittlerweile bereits 1,7 Millionen Euro pro Jahr ausmacht. „Der Dank gilt hier besonders den Unternehmern, die immer wieder neue Arbeitsplätze in unserer Region schaffen“, so Meisl. Danach war es Zeit, die Schilterner Betriebe vor den Vorhang zu holen. Zunächst war der Gastgeber des Abends am Zug, die Brauerei BrauSchneider vorzustellen. Michael Schneider suchte zwei Jahre lang nach einem geeigneten Grundstück, um seinen Traum von einer Brauerei zu erfüllen. Bis seine Frau zu ihm sagte: „Warum nicht in Schiltern?“. Mittlerweile bringt die Braustätte innovative Biersorten in ganz Österreich auf den Markt. Schneiders Botschaft für den Abend war: „Trauen Sie sich, die neue Biervielfalt auszuprobieren“.
Einzigartige Garten-Chalets bei Kittenberger
Danach war ein „Fixstern“ aus Schiltern am Wort. Reinhard Kittenberger verkündete stolz, dass er in seinen Erlebnisgärten mittlerweile 170.000 Besucher im Jahr willkommen heißen darf. Außerdem ließ er mit großen Plänen für das nächste Jahr aufhorchen. Da der lang gehegte Wunsch nach einem Kittenberger Hotel in Schiltern bis dato nicht umgesetzt werden konnte, hat der umtriebige Unternehmer nun andere Pläne: „Wir werden einzigartige Chalets bauen, wie man es noch nie gesehen hat. Darüber wird ganz Europa sprechen“. Er versprach bereits nächstes Jahr mit den Bauarbeiten beginnen zu wollen. Dabei soll von japanischen Chalets bis hin zu Italienisch inspirierten Häusern samt zugehöriger Gartenwelt alles mit dabei sein. Die Widmung dafür sei bereits einstimmig vom Gemeinderat beschlossen worden.
ÖVP mit hervorragendem Ergebnis
Bevor Raimund Vesselsky einstimmig zum Nachfolger von Hubert Meisl als Gemeindegruppenobmann gewählt wurde, war Wirtschaftsbund Bezirkschef Thomas Hagmann am Wort. Er bedankte sich bei Meisl für die „erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre“. Danach meldete sich der scheidende Nationalratsabgeordnete Werner Groiß (ÖVP) zu Wort. „Am Beispiel von Langenlois sieht man, wie wichtig es ist, wenn Leute an der Spitze einer Gemeinde stehen, die etwas von der Wirtschaft verstehen“, so der Garser. Mit seinem persönlichen Abschneiden bei der Nationalratswahl ist er zwar nicht zufrieden, er schaffte den Wiedereinzug nicht, das Gesamtergebnis für die ÖVP bezeichnete er allerdings als hervorragend. Nun werde es auch in Niederösterreich leichter, die Ideen aus dem Wahlprogramm umzusetzen.


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