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LENZING. Keine Viertelstunde nach Eintreffen der Rotkreuz-Sanitäter war Oskar schon auf der Welt. Daniel Strobl und Dominik Födinger, Notfallsanitäter und Notarzt, kamen gerade noch rechtzeitig, um die letzten Geburtsminuten zu begleiten und die Nabelschnur zu durchtrennen.

Notarzt Dominik Födinger, die Eltern Ramona und Simon mit Oskar im Arm sowie Rettungssanitäter Johannes Schön. Foto: OÖRK/Huber

Bereits zehn Minuten nach Eingang des Anrufs beim Roten Kreuz, eine werdende Mutter in das Krankenhaus nach Vöcklabruck zu fahren, waren die Rettungssanitäter an Ort und Stelle. Wider Erwarten jedoch nicht schnell genug, denn der Transport konnte gar nicht mehr angetreten werden. „Alles ging verdammt schnell“, so Rettungssanitäter Lorenz Schimpl (21), der gemeinsam mit Johannes Schön (20) als erster eingetroffen war.

Helle Aufregung

Das Mehrgenerationenhaus in Lenzing stand in heller Aufregung. Nebst den werdenden Eltern waren noch Oma und Opa sowie die Uroma anwesend – nur der ältere Bruder verschlief die Aufregung selig in seinem Zimmer. Schön: „Lorenz und ich sind seit unserem Rettungssanitäter-Kurs ganz enge Freunde, wir hatten uns drei Monate nicht gesehen. Ich hatte zuvor noch nie eine Geburt begleitet, aber Lorenz und ich hatten uns darauf geeinigt, dass ich die Unterstützung bei der Geburt leiste während Lorenz das Organisatorische gemacht hat.“

Baby und Mutter sind gesund

Schimpl war überrascht davon, wie dringend es das Baby hatte: „Von mir aus hätte er sich ein wenig mehr Zeit lassen können. Dann hätten wir fast noch gemeinsam Geburtstag feiern können. Der kleine Mann kam ja am 30. Mai kurz vor Mitternacht zur Welt, und ich bin am 2. Juni geboren. So eine Geburt ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wenn sich alle Hoffnungen erfüllen, alles gut geht, Baby und Mutter gesund sind, der erste Schrei ertönt – das ist das Beste, was es gibt!“

Die Oma ist noch ganz begeistert von dem Erlebten: „Die jungen Männer haben das bravourös und engagiert gemeistert! Sie waren ganz ruhig und haben perfekt unterstützt bei dieser stürmischen Geburt. Kompliment an das Rote Kreuz für so tolle Mitarbeiter!“


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