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LEONDING. Das Mercosur-Handelsabkommen, das hinter verschlossenen Türen mit den größten südamerikanischen Ländern und der EU verhandelt wurde, ist der Sozialistischen Jugend (SJ) ein Dorn im Auge.

Die Sozialistische Jugend mit Nina Andree (2.v.l.) und Julia Herr (2.v.r.) setzt in Leonding ein Zeichen. Foto: SJOÖ

„Dieses Abkommen ist das beste Beispiel für falsche und klimafeindliche Handelspolitik. Rindfleischimporte aus Brasilien werden zunehmen, österreichische Bauern werden noch mehr unter Druck kommen und CO2-Emissionen werden in die Höhe getrieben. Das ist doch absurd“, erklärt Nina Andree, Vorsitzende der SJ OÖ und SPÖ-Nationalratskandidatin.

Schon jetzt ist der brasilianische Amazonas-Regenwald, der auch als die grüne Lunge der Erde bezeichnet wird, massiv unter Druck. „Im kapitalistischen Wirtschaftssystem werden die Profite einiger weniger vor das Wohl der Mehrheit gestellt. Der Amazonas, der Sauerstoff für den gesamten Erdball produziert, wird von Großgrundbesitzern brandgerodet, um mehr Platz für die Rinderzucht zu schaffen. Die Folge sind riesige, unkontrollierte Brände, die tausende Quadratkilometer Regenwald zerstören und tausende Tonnen CO2 freisetzen. Ein Teufelskreis“, meint SJ-Verbandsvorsitzende Julia Herr.

Drastische Protestaktion

„Falsche Handelspolitik heizt den Klimawandel an und zerstört unsere Zukunft“, sagt Nina Andree  und erklärt weiters: „Das Eis schmilzt und die Schlinge zieht sich immer weiter zu.“ Dieses Bild brachte die Sozialistische Jugend am Leondinger Stadtplatz publikumswirksam auf die Straße.

Aktivisten wurden dabei auf schmelzenden Eisblöcken an einen Galgen gestellt, um gegen die klimazersetzende Wirtschaftspolitik zu protestieren.


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