Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LIEBENAU. Zurückgewiesen hat das Landesverwaltungsgericht den Antrag auf Bewilligung von Maßnahmen zur Vergrämung von Wölfen. Wie berichtet, hatte die oö. Landesregierung den Einsatz von Schreckschussmunition und Signalpatronen durch Jäger und von Licht und Lärm durch betroffene Grundstückseigentümer genehmigt, um Wölfe fernzuhalten. Tierschutzorganisationen hatten dagegen Protest erhoben und nun Recht bekommen. In Liebenau ist man nun auf der Suche nach neuen Maßnahmen gegen den Wolf

Meister Isegrim darf einstweilen wieder ungestört in der Region unterwegs sein. Maßnahmen zu seiner Vergrämung sind derzeit nicht erlaubt. Foto: Weihbold

Die Marktgemeinde Liebenau stellte bei der oö. Landesregierung auf Basis der Bestimmungen des Oö. Jagdgesetzes einen Antrag auf Bewilligung von Maßnahmen zur Vergrämung von Wölfen. Hintergrund seien vermehrte „Sichtungen“ und „Vorfälle“ im Zusammenhang mit dem Wolf.

Angaben zu ungenau

Genauere Angaben über Zeitpunkte, Orte der Sichtung, Abstand zu bewohnten Gebäuden oder dergleichen wurden nicht gemacht. Die oö. Landesregierung bewilligte daraufhin unter Bedingungen, Befristungen und Auflagen die Vergrämung des Wolfes. Unter anderem konnten demnach zu diesem Zweck Schreckschussmunition und Signalpatronen von dazu berechtigten Jägern sowie Licht oder Lärm von betroffenen Grundstückseigentümern eingesetzt werden. Zu gewährleisten war, dass das Leben oder die Gesundheit der beschossenen Wölfe nicht gefährdet würde. Überdies war jeder Einsatz zu protokollieren. Die Maßnahmen wurden bis zum 31.12.2019 befristet.

Bescheid aufgehoben

Gegen diesen Bescheid erhoben Umwelt- bzw. Tierschutzorganisationen Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht und beantragten die Aufhebung des Bescheides. Im Wesentlichen wurde darin vorgebracht, dass die Voraussetzungen für die Ausnahmebewilligung nicht vorliegen würden, dem Bescheid mangelnde Erhebungen der Behörde sowie fehlendes Datenmaterial zugrunde lägen und fehlende Maßnahmen zum Monitoring und Reporting vorgesehen wären. Das Landesverwaltungsgericht kam bereits auf Basis der vorgelegten Verfahrensunterlagen und ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung zum Ergebnis, dass der Bescheid aufzuheben war. Das behördliche Ermittlungsverfahren war für die Bewilligung von Vergrämungsmaßnahmen nicht ausreichend.

Weitere Ermittlungen nötig

Genaue Angaben über Zeitpunkte und Ort der Sichtung, Abstand zu bewohnten Gebäuden, etc. wurden nicht erhoben. Auch die Stellungnahme des Wolfsbeauftragten weist auf die fehlenden Daten und Feststellungen hin und enthält lediglich eine vage Einschätzung. Weiters wurde pauschal allen Grundstückseigentümern der Gemeinde die Möglichkeit eingeräumt, den Wolf zu vergrämen. Die Sache war daher zur Durchführung weiterer Ermittlungen und einer neuerlichen Entscheidung über den Antrag der Marktgemeinde Liebenau an die oö. Landesregierung zurückzuverweisen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Klangvoller Zuwachs: Elternverein Waldburg übergibt Gitarre an neue Kindergartengruppe

Klangvoller Zuwachs: Elternverein Waldburg übergibt Gitarre an neue Kindergartengruppe

WALDBURG. Der Kindergarten Waldburg wächst: Durch die erfreuliche Entwicklung der Kinderzahlen im Ort wurde zu Beginn des Kinderbetreuungsjahres ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
BORG Hagenberg erweitert Kommunikationszweig um KI-Fokus

BORG Hagenberg erweitert Kommunikationszweig um KI-Fokus

HAGENBERG. Das BORG Hagenberg hat sein Curriculum bezüglich des bestehenden Kommunikationszweiges im Hinblick auf Künstliche Intelligenz ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
Herbstkonzert der Trachtenmusikkapelle Waldburg

Herbstkonzert der Trachtenmusikkapelle Waldburg

WALDBURG. Die Trachtenmusikkapelle Waldburg wird das Bezirksmusikfest am 9. Juni 2029 austragen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun und natürlich ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
Asfinag appelliert: Betreten der S10-Baustelle verboten - verstärkte Polizeipräsenz

Asfinag appelliert: Betreten der S10-Baustelle verboten - verstärkte Polizeipräsenz

RAINBACH. Von radelnden Kindern über Läufer bis hin zum Ausflug am Pferderücken reicht die Palette der widerrechtlichen Betretungen und ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
Fakten, Fragen und Perspektiven zur Windkraft - Infoveranstaltung in St. Oswald

Fakten, Fragen und Perspektiven zur Windkraft - Infoveranstaltung in St. Oswald

ST. OSWALD. „Woher kommt unsere Energie eigentlich? Wie viel davon brauchen wir? Und wie kann eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
Eine Zeitreise in die Vergangenheit für Museums-Interessierte aus Pregarten

Eine Zeitreise in die Vergangenheit für Museums-Interessierte aus Pregarten

PREGARTEN. Bei einem Museumsausflug - organisiert vom Museumsteam Pregarten -  erlebten rund 30 Teilnehmer eine nostalgische Reise in die ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
Weitere Beiträge