Massive Manipulationen bei Viehtransporten auf oö. Autobahnen aufgedeckt
ANSFELDEN/EBERSTALZELL. Bei Verkehrskontrollen in Ansfelden und Eberstalzell haben Polizisten massive Manipulationen der Lenk- und Ruhezeiten bei zwei Langstreckentransporten aufgedeckt.

Bei Ansfelden kontrollierten die Beamten am Mittwoch gegen 18.20 Uhr einen ungarischen Tiertransporter, der mit 27 Zuchtrindern von Tschechien nach Italien unterwegs war. Das Fahrzeug wurde tagelang von zwei Fahrern gelenkt, jedoch steckte immer nur ein Lenker seine Fahrerkarte ein. Der Beifahrer trug im Nachhinein manuell Ruhezeiten ein, um Kontrollen zu täuschen.
Drei Tage am Stück unterwegs
Dadurch war der Sattelzug bis zu drei Tage am Stück unterwegs, ohne dass die Fahrer die vorgeschriebenen Ruhepausen einhielten. Bei der Zusammenführung der Daten stellten die Polizisten 16 schwere Verstöße beim Hauptlenker und fünf beim Beifahrer fest. Die Folge: 6.700 Euro Sicherheitsleistung sowie Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land und die Staatsanwaltschaft Linz wegen des Verdachts der Fälschung eines Beweismittels.
Verstöße über 57 Tage hinweg
Gegen 22.10 Uhr stoppten die Beamten auf der A1 bei Eberstalzell einen weiteren Tiertransporter aus Polen. Über einen Zeitraum von 57 Tagen hatten zwei Fahrer beim Beladen, Entladen und auf Kurzstrecken regelmäßig ihre Fahrerkarten gezogen und die Zeiten später als Ruhephasen nachgetragen.
Die Auswertung ergab 25 teils sehr schwere Verstöße bei einem und 21 beim zweiten Fahrer. Zudem war der Lkw 25 Zentimeter zu hoch und im Frontbereich mit unzählig unzulässigen orangen Leuchten bestückt.
Beide Männer werden der BH Wels-Land und der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 10.150 Euro und dem Nachweis einer tagesaktuell ausreichenden Ruhezeit durften sie ihre Fahrt nach Italien fortsetzen.








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