"Bruckner und Brahms": Junge Musikschaffende bei „Bruckner200“-Konzertreihe in Ansfelden
ANSFELDEN. Die Veranstaltungsreihe „Bruckner200“ legt ihren Schwerpunkt dieses Jahr auf die Verbindung der beiden Komponisten Anton Bruckner und Johannes Brahms. Auch für das Bruckner-Jubiläumsjahr plant der Brucknerbund Ansfelden bereits ein breitgefächertes Programm, bei dem auch junge Musiker einen Beitrag leisten werden.

Nach zweimaliger Absage ist Peter Aigner als künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe „Bruckner200“ froh, das Programm im Zeichen Bruckners wieder durchführen zu können. Die Veranstaltungen werden heuer an fünf Tagen stattfinden. Gestartet wird am 20. November mit der Messgestaltung des Volksensembles „Cappella Originella“ und Ursula Hingerl auf der Orgel in der Pfarrkirche. Der anschließende Frühschoppen wird erstmalig als „Jazzbrunch“ abgehalten, bei dem Clemens Pechstein auf dem Klavier und Elisabeth Baumgartner auf der Querflöte musikalisch umrahmen werden. Einen Tag später, am 21. November um 19.30 Uhr, treffen Clemens Hellsberger, ehemaliger Vorstand der Wiener Philharmoniker und Klaus Laczika, künstlerischer Leiter der Brucknertage St. Florian, auf der Bühne des ABC Ansfelden zu einem Künstlergespräch zum Thema „Bruckner und Beethoven“ aufeinander. Musikalisch begleitet werden sie dabei vom jungen Klavierduo „Unity“ bestehend aus Brianna Nicole Reiter und Kristina Semashko.
„Lieben Sie Brahms?“
Das „Spring String Quartett“ wird sich am 22. November zeitgemäß auf die Spuren von Bruckner und Brahms begeben. Die vier Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten - allesamt aber wagemutig, die Grenzen ihrer Instrumente auslotend, neugierig und forschend, ständig auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen - werden ebenfalls im ABC zu hören sein. Beim Konzert mit dem Titel „Lieben Sie Brahms?“ werden am 23. November Martha Hirschmann, Maria Raberger und Peter Aigner nicht nur Lieder von Brahms zum Besten geben, sondern auch von Bruckner – als Höhepunkt jedoch die „geistlichen Gesänge“ von Brahms für Mezzosopran, Bratsche und Klavier. Den Abschluss bildet das Preisträgerkonzert „Prima la Musica“ am 27. November. Dabei präsentieren junge, oberösterreichische Talente, allesamt Preisträger des Landeswettbewerbs ihr Können.
Günstige Jugend-Tarife
Wie im Programm herauszulesen ist, wird heuer bereits ein Jugend-Schwerpunkt gesetzt. Als Querverbindung zur dieser Jugendförderung wird Anton Bruckners Jugend gesetzt, die er in Ansfelden verbrachte. Das ABC Ansfelden setzt außerdem eigene Preise für Jugendliche an. Unter 18-Jährige können die Konzerte um 7 Euro besuchen. Auch im Bruckner-Jubiläumsjahr sollen vor allem Kinder und jugendliche Musiker ins musikalische Programm mit eingebunden werden. Neben Bruckners 200. Geburtstag wird 2024 ebenso der 100. Geburtstag des Brucknerbunds Ansfelden gefeiert - nicht ganz zufällig, denn dieser wurde anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten gegründet.
Schauplatz Ansfelden
„Unser Ansfelden ist sehr reich an Musikvereinen, Musik- und Kunstschaffenden. Wir haben im Jahr 2023 gemeinsam viel vor, um dem Jubiläumsjahr 2024 einen würdigen Startschuss zu geben“, so Bürgermeister Christian Partoll. „Peter Aigner ist ein Meister im Auffinden von Bruckner-Stücken, die auch in kleinerem Rahmen bei uns in Ansfelden aufführbar sind. Dafür ein großes Danke“, freut sich auch Renate Heitz, Landtagsabgeordnete und Obfrau des Kulturausschusses der Stadt Ansfelden, auf die kommenden Veranstaltungen. Dem Obmann des Brucknerbundes ist wichtig, Ansfelden auch im Jahr 2024 als Bruckners Geburtsort gerecht zu werden: „Den Anspruch können und müssen wir erheben, dass Ansfelden hierbei ein ganz zentraler Ort ist.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden