Das ABC prägt Ansfeldens Kultur seit 30 Jahren
ANSFELDEN. Mit einer Ausstellung und einem Jubiläumsprogramm feiert das Anton Bruckner Centrum (ABC) heuer seinen 30. Geburtstag. Einen besonderen Bogen zur Eröffnung 1996 spannt die Theatergruppe Siedlerverein Ansfelden: Sie bringt wieder Molières „Der eingebildete Kranke“ auf die Bühne – jenes Stück, das damals die erste Theaterproduktion im Haus war.

Das ABC wurde am 29. Juni 1996, im Jahr des 100. Todestags von Anton Bruckner, eröffnet. Es entstand auf dem Gelände des früheren Konrad- und Dietingerhauses. Die Stadt hatte die Gebäude Anfang der 1990er-Jahre gekauft, um das Ortszentrum weiterzuentwickeln. Der Ansfeldner Architekt Ingo Ardelt gewann 1994 den Architekturwettbewerb. Insgesamt kostete der Bau 53 Millionen Schilling.
Alter Saal blieb erhalten
Das Konradhaus wurde abgerissen, das historische Dietingerhaus blieb hingegen erhalten. Darin befindet sich heute der Saal des ABC. Kulturstadträtin Renate Heitz verweist auf die Verbindung zu Anton Bruckner: „Man nimmt an, dass Anton Bruckner dort mit seinem Vater musiziert hat.“ Der junge Bruckner soll dort Geige gespielt haben.
Großer Saal, Clubräume, Galerie, Standesamt und das „Gwölb“ gehören heute zum Haus. Etwa 40 Veranstaltungen finden laut ABC-Leiter Matthias Zangerl pro Jahr statt. Das Programm reicht von Kabarett und Konzerten bis zu Kinderangeboten, Lesungen und Vorträgen.
Rückkehr auf die Bühne
Die Vernissage zur Ausstellung „30 Jahre ABC“ findet am 17. September statt. Die Schau erinnert an Veranstaltungen und Künstler der vergangenen drei Jahrzehnte. Fast 800 Künstler waren laut Zangerl bisher im Haus zu Gast.
Im Jubiläumsherbst kehrt auch „Der eingebildete Kranke“ zurück. Zwei Schauspieler und zwei Mitarbeiter hinter den Kulissen seien seit der ersten Aufführung vor 30 Jahren noch dabei, berichtet Heitz. Sie selbst steht erneut als Ehefrau des eingebildeten Kranken auf der Bühne.
Bis Dezember sind außerdem Kabarettabende, die Oberösterreich-Premiere von Paul Klambauer, Vorträge, Kinderprogramme, Musik mit Sunny Side Swing sowie eine Lesung mit Wolfgang Böck geplant.
Haus braucht Investitionen
Bürgermeister Christian Partoll sieht das ABC als Haus für ein breites Publikum. Nach der Corona-Zeit hätten sich Auslastung und Kartenverkauf wieder erholt. Gleichzeitig werde Kulturarbeit wegen des Kostendrucks für Gemeinden schwieriger. Auch das mittlerweile 30 Jahre alte Gebäude müsse laufend erhalten werden. Für größere Sanierungen und eine mögliche Klimaanlage fehlten derzeit die finanziellen Möglichkeiten.








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