LINZ-LAND. „Schon Kinder müssen den richtigen Umgang mit Hunden lernen“
Oberösterreichweit ist die Anzahl an Hundebissen rückläufig. Zwar waren im Jahr 2014 mit 66.008 Tieren (6811 in Linz-Land) weit mehr Hunde gemeldet als im Jahr 2005 (49.582). Mit „nur“ 223 gemeldeten Bissen verbesserte sich die Statistik aber zum selben Vergleichsjahr erheblich (382 Bisse im Jahr 2005).

Mit 23,8 Prozent betreffen die meisten Verletzungen nach Hundebissen die Unterschenkel. Am meisten gebissen wird die Altersgruppe 46 bis 59 Jahre (26,5 Prozent). Schäferhunde und Schäferhundmischlinge sind mit 17 Prozent aller Bisse die gefährlichste Hunderasse. Landesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) schreibt die Verminderung der Hundebisse dem Hundehaltegesetz von 2002 zu. Dennoch tritt sie für eine Verbesserung des Gesetzes ein. Personen, denen die Haltung eines Hundes untersagt wurde, soll es unmöglich sein, ihren bei Freunden oder Bekannten untergebrachten Hund weiter zu führen oder zu beaufsichtigen. Therapiebegleithundeführerin Maria Meissl besitzt in Traun eine eigene Hundeschule und bemüht sich in Kindergärten und Schulen um Aufklärung zum richtigen Verhalten gegenüber Hunden. „Es ist wichtig, dass schon Kinder den Umgang mit den Hunden lernen“, sagt Meissl. Ihrer Meinung nach bekommen die Kinder das Fehlverhalten und die Ängste gegenüber Hunden von den Eltern vermittelt. In Einheiten zu einer halben bis einer ganzen Stunde, bei denen die 46-Jährige ihre Hunde dabei hat, lernen die Kinder auf spielerische Weise die „zwölf Hunderegeln“. Dazu gehört beispielsweise, nicht frontal auf einen Hund zuzugehen oder ihn nur von der Seite zu streicheln. Für Meissl liegt die Hauptursache für die Hundebisse an den Hundebesitzern selber. Gründe dafür seien ein falscher Umgang, die nicht zum Besitzer passende Rasse und eine fehlende Ausbildung der Hundehalter oder ihrer Tiere.


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