Feuerwehren im Bezirk da, wann und wo sie gebraucht werden
LINZ-LAND. Die technische Einsatzleitung der Feuerwehren des Bezirkes unterstützt schon seit Mitte März den Einsatzstab der Bezirkshauptmannschaft und koordiniert die Unterstützungsleistungen der Feuerwehren. Sie erhalten laufend Informationen und Handlungsanweisungen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Die Feuerwehren in Linz-Land sind neben der Bezirkshauptmannschaft in ständiger Abstimmung mit dem Roten Kreuz, dem Bezirkspolizeikommando und auch dem Landesfeuerwehrkommando OÖ.
Nicht einfach für die Kameradschaft
Alle Kommandanten wurden vom Oö. Landes-Feuerwehrverband angewiesen, den Betrieb in den Feuerwehrhäusern auf das notwendige Ausmaß für den Einsatz und dessen unmittelbare Vorbereitung zu reduzieren.
Es sind keine kameradschaftlichen Treffen oder ähnliches durchzuführen. Es wird alles unterlassen, was die Einsatzbereitschaft der einzelnen Feuerwehrmitglieder gefährden könnte. An diese Vorgaben hält sich natürlich auch die Freiwillige Feuerwehr Ansfelden.
„Auch Übungen sowie Ausbildungen fallen natürlich jetzt durch den Rost“, so Kommandant Michael Becker. „Bis auf das Einsatzwesen sind wir wirklich auf Null heruntergefahren“. Das zerrt natürlich auch an den Nerven vieler Kameraden, da zum Feuerwehrwesen neben der Teamarbeit auch die Kameradschaft einen wichtigen Eckpfeiler bildet.
„Man merkt schon, wenn man mit den Leuten telefoniert, dass das Soziale allen abgeht. Eine kleine Übung und danach kurz zusammensetzen wäre schon fein“, fasst der Ansfeldner Kommandant die für alle unzureichende Situation zusammen.
Schulungen per Video
Um eine kontaktlose und ortsunabhängige Kommunikation zu gewährleisten, werden Videokonferenzen und Online-Tools zur Zusammenarbeit eingesetzt. So wurden etwa in Ansfelden schon theoretische Schulungen über Video durchgeführt.
„Normalerweise machen wir das im Winter, aber jetzt nutzen wir eben die Zeit dafür“, erklärt Michael Becker. Auch Sitzungen der FF Ansfelden wurden bereits über Zoom abgehalten, erzählt der Kommandant.
Vielfältige Aufgaben
Um die Einsatzfähigkeit der Truppe abzusichern und das Risiko zu minimieren, gibt es bei kleineren Einsätzen zwei Gruppen. „Normale Einsätze fahren wir in voller Mannstärke. Dabei wird natürlich auf die genaue Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen geachtet“, so der Ansfeldner Kommandant, der froh ist, dass es sonst verhältnismäßig ruhig ist. Es sind auch so genügend Aufgaben zu erledigen.
So sind drei Ansfeldner Feuerwehren bei der Corona-Teststation laufend im Einsatz: „Wir haben den Vorteil, dass wir uns das aufteilen können.“ Jeden dritten Tag führt eine andere Feuerwehr dort Lotsendienste durch und achtet darauf, dass die Testpersonen die richtige Spur nehmen. „Je nach Anzahl der Testungen sind wir von Mittag weg maximal vier Stunden dort“, so Becker.
Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz funktioniert
Auch in Traun ist die städtische Feuerwehr mit spezifischen Aufgaben bezüglich Corona betraut. Das Rote Kreuz Traun führte Tausende Covid-19-Probeentnahmen durch und nahm ein HITT-ITF-Fahrzeug (Hochinfektions- und Intensivtransportfahrzeug) für die Überstellung von intensivpflichtigen Notfallpatienten von einer Intensivstation auf eine andere in Betrieb. Die Feuerwehr übernahm mit ihren Spezialgeräten die Reinigung und Hygiene der Schutzausrüstung für das Rote Kreuz.


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