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HÖRSCHING. Er gehört zu unserem Alltag schon fast wie das Atmen: der Blick auf das Smartphone. Um den Jugendlichen die Abhängigkeit vom Handy anschauungsvoll vor Augen zu führen, startete das ÖGJ-Jugendzentrum Hörsching einen Selbstversuch.

Der maßvolle Umgang mit den Sozialen Medien wird aufgezeigt. (Foto: JUZ Hörsching)
Der maßvolle Umgang mit den Sozialen Medien wird aufgezeigt. (Foto: JUZ Hörsching)

Einen Monat lang werden die Jugendlichen über ihre Aktivitäten auf dem Smartphone penibel Tagebuch führen. Dazu werden Zeit und Dauer der Handynutzung genau mitprotokolliert. Dadurch soll den Jugendlichen verdeutlicht werden, wie häufig sie aufs Handy schauen. Es geht darum, die Intensität der Handynutzung ins Bewusstsein zu holen. Am Ende des Monats wird dann verglichen, wie sich dadurch das Nutzungsverhalten verändert hat.

Dazu ÖGJ-JUZ-Leiter Luca Eidher: „Für Jugendliche gehört die Handynutzung einfach dazu. Ständig werden Apps wie TikTok, Snapchat, Instagram, WhatsApp und Co genutzt. Das geschieht automatisiert und wird vom Unterbewusstsein gesteuert. Indem die Jugendlichen ihre Aktivitäten penibel mitprotokollieren, wird ihnen das Ausmaß der Handynutzung anschaulich vor Augen geführt. Dadurch wird einem erst bewusst, wie viel Zeit wir tagtäglich mit dem Smart­phone verschwenden.“

Außerdem wird im Jugendzentrum bei der Smartphone-Abstinenz geholfen. Wer seinen Smartphone-Konsum reduzieren möchte, kann das Handy beim JUZ-Leiter abgeben und erhält es erst beim Verlassen wieder.

Smartphone nicht verteufeln

„Internet und Smartphone gehören einfach zur jugendlichen Lebenswelt dazu. Es bringt nichts, die Nutzung von Sozialen Medien zu verteufeln, vielmehr stehen wir für den bewussten Umgang damit, klären die Jugendlichen über Gefahren auf und zeigen wie man sich schützen kann“, so Stefan Reichl, Vereinsleiter des OÖ Jugendcenter-Unterstützungsvereins.


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