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BEZIRK LINZ-LAND. Durch die Corona-Krise hat die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln deutlich zugenommen und auch die Wertschätzung für die Produzenten hat sich gesteigert. Neue Verkaufsformen wie Selbstbedienungsläden sind in diesen Zeiten sehr gefragt. Diesem Trend folgten jetzt auch vier landwirtschaftliche Betriebe in Linz-Land. Sie errichten mit Hilfe des EU-Förderprogrammes Leader neue Läden, um die bäuerliche Lebensmittelversorgung zu gewährleisten.

Bei Familie Hofmann in Enns läuft bereits der Probebetrieb in einem Container. (Foto: Biohofmann)
Bei Familie Hofmann in Enns läuft bereits der Probebetrieb in einem Container. (Foto: Biohofmann)

„Durch solche Initiativen stärken wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe, Wertschöpfung und Arbeitsplätze bleiben in der Region und die Umwelt wird durch kurze Transportwege geschont“, freuen sich Leader-Obmann VP-Landtagsabgeordneter Christian Kolarik und seine beiden Stellvertreter Mario Mühlböck und Robert Zeitlinger über die neuen Leader-Projekte.

Speisekammer im Container

Familie Greul vom Grüblhof Ansfelden betreibt bereits Direktvermarktung ihrer eigenen Erzeugnisse wie Produkte vom Schwein, Most und Apfelsaft. Um auch Produkte der 34 bäuerlichen Direktvermarkter in der näheren Umgebung mit zu vermarkten, kamen die Greuls auf die Idee, eine „bäuerliche Speisekammer“, die auch in Randzeiten geöffnet hat und den Einkauf von regionalen Lebensmitteln für die Konsumenten deutlich erleichtert, zu errichten. Der Selbstbedienungshofladen soll an einer stark frequentierten Straße in Ansfelden in Containerbauweise mit moderner technischer Ausstattung aufgestellt werden.

Bauernladen in Leonding

Das Obstgut St. Isidor in Leonding wurde dieses Jahr von den Familien Roithmeier und Roitner-Rohr übernommen. Weil der bestehende Verkaufsraum zu klein und renovierungsbedürftig ist, soll dieser erneuert und modernisiert werden. Auch hier sollen künftig umliegende landwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung ihre Produkte anbieten. So ist die Nahversorgung mitten im Wohngebiet des Harter Plateaus gesichert und für viele Bewohner fußläufig erreichbar.

One-Stop-Shop in Enns

Eine Mischung aus persönlichem Verkauf und Selbstbedienungsladen möchte Familie Hofmann vom Spargelhof Enns umsetzen. Seit 20 Jahren ist sie bereits im saisonalen Spargelverkauf tätig. Der Trend zur Regionalität wurde für sie besonders in der Corona-Zeit offensichtlich. Daher möchten die Hofmanns in Kooperation mit anderen Betrieben aus der Region ein vielfältiges Angebot an Bio-Produkten anbieten. Es wird ein One-Stop-Shop geschaffen, der rund ums Jahr täglich von 7-21 Uhr geöffnet ist. Derzeit gibt es schon einen Probebetrieb in einem Container vor dem Haus.

Genussquelle in Kematen

In Kematen an der Krems und Umgebung gibt es zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung. Für viele Kunden ist es aber zu mühselig, zu jedem Bauern einzeln zu fahren, um regional einzukaufen. Aus diesem Grund möchten Paul und Stefanie Schiefermair einen Hofladen mit einem umfassenden Gesamtkonzept bieten. In dieser „Genussquelle“ werden nicht nur eigens am Betrieb erzeugte Lebensmittel verkauft, sondern auch jene der Nachbarn und umliegenden Landwirte. So kann ökologisch und nachhaltig ein umfangreiches Produktsortiment angeboten werden.

Durch diese vier neuen regionalen Einkaufsmöglichkeiten wird es vor allem auch für die Konsumenten bei ausgedehnten Öffnungszeiten noch leichter möglich, gesunde Lebensmittel aus der Region zu kaufen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sichern durch die Projekte ihre Existenz und weitere Arbeitsplätze in der Region ab.


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