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BEZIRK LINZ-LAND/OFTERING. Immer öfter würden sich in Oberösterreich Vorfälle häufen, bei denen Auto- und Motorradlenker auf Feldern waghalsige Driftmanöver durchführen und dabei Schäden hinterlassen, heißt es in einer Aussendung des OÖ Bauernbundes. Dieser will dazu eine öffentliche Debatte anstoßen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.

So sieht das Feld in Oftering nach den Fahrmanövern aus. (Foto: privat)
So sieht das Feld in Oftering nach den Fahrmanövern aus. (Foto: privat)

„Lausbubenstreich ist das keiner mehr“, sagt Klaus Füreder. Durch sein Getreidefeld ziehen sich seit vergangener Woche tiefe Autospuren. In der Nacht wurde sein Feld in Lichtenberg nämlich zum „Spielplatz“ für Driftmanöver. Inzwischen haben sich Landwirte aus ganz Oberösterreich gemeldet, die solche Schäden zu beklagen haben. Auch in Oftering wurden auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche „Ringerl“ gezogen, wie man im Volksmund sagt. Hinter den Verursachern werden „halbstarke, junge Burschen“ vermutet, „die aus Zeitvertreib auf derart dumme Ideen kommen“. Wie groß die Schäden dieses zweifelhaften Vorgehens sein werden, werde sich erst zeigen, wenn der Schnee überall ganz weg ist.

„Respekt geht verloren“

Doch rein um den entstandenen Schaden geht es den Bauern nicht. Vielmehr ärgert sie die zunehmende Leichtsinnigkeit und Respektlosigkeit der Menschen gegenüber der Natur und dem bäuerlichen Eigentum. „Der Respekt ist verloren gegangen. Keiner interessiert sich dafür, ob da etwas wächst“, kritisiert Füreder und spricht damit seinen betroffenen Kollegen aus der Seele. „Die Menschen denken sich gar nichts dabei und glauben, das ist ihr Recht.“

Hiegelsberger schockiert

Schockiert über die Vorfälle zeigt sich auch Bauernbund-Landesobmann und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger: „Wir haben schon länger damit zu kämpfen, dass bäuerliches Eigentum immer weniger respektiert wird und es beispielsweise bei Freizeitaktivitäten im Wald zu Konflikten kommt. Diese Vorfälle haben nun eine noch größere Dimension erreicht. Hier wird mutwillig Schaden angerichtet. Mit Langeweile lässt sich das nicht erklären. Gerade auf land- und forstwirtschaftlichem Grund scheinen manche Menschen nicht mehr zwischen Mein und Dein unterscheiden zu können.“ Hier müsse es nicht nur eine strafrechtliche Verfolgung geben, sondern auch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema in der Öffentlichkeit.


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