Girls Day: Susanne macht Karriere beim Bundesheer

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Susanne S. hat eine Karriere beim Österreichischen Bundesheer eingeschlagen. Anlässlich des Girls' Day 2021 berichtet sie über ihre Erfahrungen. (Foto: BMLV/Johannes Weigl)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 21.04.2021 17:28 Uhr

HÖRSCHING/OÖ. Am Donnerstag, 22. April 2021, wird der Girls' Day digital abgehalten. Ziel ist es, Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu motivieren. Anlässlich dazu erzählt Oberstabswachtmeister Susanne S. über ihre Erfahrungen als Frau beim Bundesheer.

Susanne S. ist Angehörige des Kommando Luftunterstützung und wird künftig auch in der Personaladministration des Bundesheeres tätig sein. „Mein Interesse am Bundesheer hat schon in jungen Jahren begonnen. Ich habe meinen Vater (Sportschütze) bei Wettbewerben in die Kasernen begleitet. Damals gab es nur Männer beim Heer und da habe ich mich gefragt, warum keine Frauen dabei sind. Denn in den skandinavischen Ländern war es bereits üblich, dass Mann und Frau ihren Wehrdienst ableisten“, erzählt sie. Susanne habe sich informiert, welche Möglichkeiten sie beim Bundesheer habe und was sie tun müsse, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Zuvor war sie als Assistentin in einer kieferorthopädischen Ordination tätig.

„Meine jüngeren Kameraden waren gelassener“

Obwohl ihr Interesse schon früh vorhanden war, war Susanne verglichen mit anderen Kursteilnehmenden eine Späteinsteigerin. „Als ich 18 Jahre war, gab es für Frauen noch nicht die Möglichkeit einzurücken. Ich habe mich im Mai 2002 freiwillig gemeldet, dann die Testung positiv bestanden und im September des selbigen Jahres ging es los. Mir war es wichtig, alles beim ersten Mal zu schaffen. Da blieb nicht viel Freizeit. Meine jüngeren Kameraden mit rund 20 Jahren waren diesbezüglich gelassener“, führt Susanne aus. Sie habe auf Unterstützung ihrer Familie setzen können. Andernfalls hätte sie den Soldatenberuf als Alleinerziehende nicht ausüben können. Beim Zurücklegen der Wege quer durch Österreich bleibe viel Zeit auf der Strecke. Hier könnten aber auch Betriebskindergärten helfen, meint sie. In den meisten Kasernen sei dafür ausreichend Platz vorhanden.

Susanne hat die Ausbildung zum Unteroffizier gemacht und bei der Dienststelle in Aigen im Ennstal begonnen. Ihre Wahl fiel auf Hubschrauber. Mit diesen im Kommando Luftunterstützung ist sie im Auslandseinsatz.

Tipp: Gut informieren, ob der Beruf zur Lebensplanung passt

Ob sie anderen Frauen das Bundesheer empfehlen kann? „Unbedingt. Ich habe meine Entscheidung nie bereut. Wichtig ist sich gut zu informieren, ob dieser Beruf zur Lebensplanung passt. Das HPA (Heerespersonalamt) ist hier erste Informationsquelle. Ehrliche Information über die zu erwartenden Entbehrungen und Belohnung für die eigene Leistung sind wichtig, um keine falsche Vorstellung von diesem Beruf zu haben. Ein begleitendes Mentoring durch erfahrene Soldatinnen unterstützt ebenfalls in der Ausbildung“, rät Susanne S. Interessierte Frauen sollten keine Scheu vor Herausforderungen haben, Motivation, körperliche Fitness, Willenskraft, Flexibilität und Selbstbewusstsein mitbringen.

 

 

 

 Der Girl's Day 2021 wird am Donnerstag, 21. April, in ganz Österreich virtuell abgehalten. Hier geht es zur Onlineveranstaltung.

Kommentare

  1. Wurzer Katharina
    Wurzer Katharina22.04.2021 08:43 Uhr

    Girl?s Day: - Bitte in Zukunft zu beachten: Die Dienstgrade des österreichischen Bundesheeres sind Uni Sex somit heißt es Frau Oberstabswachtmeister oder Herr Oberstabswachtmeister, Frau Oberstleutnant oder Herr Oberstleutnant...ansonsten wären manche der Dienstgrade gar nicht auszusprechen oder würden ins lächerliche gezogen..einfach versuchen ; ) ...z.B. der Dienstgrad Major - mfg Susanne S.

    • Katharina Wurzer (Tips)22.04.2021 11:56 Uhr

      Dienstgrad - Danke für Ihren Hinweis. Ich habe es im Artikel geändert.

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