Stadtregion Leonding präsentiert Projekte mit einer "Erfolgstour"
LEONDING/LINZ/PASCHING/OFTERING/WILHERING/KIRCHBERG-THENING. Vor rund drei Jahren haben sich die sechs Städten und Gemeinden zusammengeschlossen und eine gemeinsame Strategie beschlossen. Das erste Kooperationsprojekt „Mobilität Stadtregion Leonding“ wurde jetzt abgeschlossen und die Ergebnisse in einer „Erfolgstour“ stolz präsentiert.

Die „Stadtregion Leonding“ ist eine Kooperation der Stadt Leonding und den angrenzenden Gemeinden Pasching, Wilhering, Kirchberg-Thening und Oftering, sowie der Stadt Linz. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die räumliche Entwicklung der beteiligten Gemeinden bestmöglich aufeinander abzustimmen. Die Zusammenarbeit und die gemeinsamen Projekte werden aus dem EU-Förderprogramm IWB/EFRE 2014-2020 und vom Land OÖ gefördert. Bei der Gründung der Stadtregion, der Erstellung einer gemeinsamen Strategie und der Umsetzung der stadtregionalen Projekte wurde die Stadtregion von der Regionalmanagement OÖ GmbH durch die Organisation und Moderation von Arbeitstreffen sowie durch ihre Expertise im Förderwesen unterstützt.
Im „Stadtregionalen Forum“ haben Vertreter der teilnehmenden Gemeinden über die Entwicklungsstrategie und die umzusetzenden Projekte beraten. Grundlegend für die gesamte Entwicklung der Stadtregion ist das Thema „Mobilität“. Auf diesen Bereich hat sich die Stadtregion Leonding bisher konzentriert. Wie Leondings Bürgermeister a.D. Walter Brunner bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung 2028 erklärte, müssen 2021 erste Ergebnisse her. Diese konnte seine Nachfolgerin als Sprecherin des Stadtregionalen Forums, Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek, mit ihren Amtskollegen jetzt präsentieren.
Projekte besichtigt
Grundlegend für die gesamte Entwicklung der Stadtregion ist das Thema „Mobilität“. Auf diesen Bereich hat sich die Stadtregion Leonding bisher konzentriert und hier viele Projekte umgesetzt, von denen die Bewohner der gesamten Region profitieren. Standesgemäß in einem vollelektrischen Zwölf-Meter-Bus des Salzburger Unternehmens Silenth wurden die geförderten Infrastrukturmaßnahmen anhand einer „Erfolgstour“ persönlich in Augenschein genommen. Jeder Gemeindevertreter stellte sein persönliches Projekt vor.
Mobilitätsknoten Bahnhof Linz-Oed: Kernstück des Projektes ist eine überdachte Radabstellanlage. Bei der Bushaltestelle wurden die Aufstiegsflächen verbessert, die Gehsteigkanten abgesenkt und der Schutzweg neu markiert. Die Maßnahmen dienen dazu, den urbanen Mobilitätsknoten weiter zu aktivieren: Mit der Aufwertung der Bahnstation und der Errichtung eines neuen Leitsystems wird unterstützt, dass man vom Bahnhof sicher ins Stadtteilzentrum kommt.
Nach der Station in Linz ging es weiter nach Pasching, wo Bürgermeister Peter Mair (SPÖ) die erneuerte Bushaltestelle „Altes Postamt“ vorstellte, bei der zwei Buslinien zusammenkommen. Der Haltestellenbereich wurde verbessert und ein überdachter Fahrradplatz geschaffen. Zudem wurde die schon bestehende Photovoltaik (PV)-Anlage erneuert.
In Oftering konnten aufgrund einer neuen Linienführung ein ganzer Ortsteil sowie die Volksschule an den öffentlichen Verkehr angebunden werden. „Da sowieso eine neue Haltestelle notwendig war, haben wir die Gelegenheit gleich genützt und konnten so die Siedlung Hausleiten mit 300 Haushalten besser einbinden“, so Bürgermeister Dietmar Lackner (SPÖ). Neben einem barrierefreien Wartehäuschen und einer überdachten Radabstellanlage mit guter Beleuchtung führt nun auch ein neuer Geh-und Radweg hinter der Busstation vorbei. Mit weiteren Lückenschlüssen ist jetzt für die Kinder und Jugendlichen ein sicherer Schulweg möglich.
Gleich drei neue Projekte gab es in Kirchberg-Thening zu bestaunen. Besonders stolz ist Bürgermeister Dietmar Kapsamer (SPÖ) auf den Mobilitätsknoten Kirchberg Ortsplatz. Die direkt an der Volksschule gelegene Bushaltestelle erhielt zwei neue Wartehäuschen und wurde durch zehn Radabstellplätze ergänzt, die mit einer E-Ladestation samt Beleuchtung ausgestattet sind. Des Weiteren werden die Abfahrtszeiten in Echtzeit angezeigt. „Diese wichtigen Maßnahmen wären mit der normalen Finanzkraft der Gemeinde nicht möglich gewesen“, freut sich Kapsamer über die infrastrukturelle Aufwertung.
Eine eigens errichtete Abbiegespur von der B129 für die Busse der gemeindeeigenen Buslinie WILIA gibt es in Schönering zu besichtigen. „Der Bereich zwischen Hausarzt und ehemaliger Hauptschule, die als neue Volksschule vorgesehen ist, ist für den sonstigen Verkehr gesperrt“, freut sich Wilherings Vizebürgermeisterin Christina Mühlböck (SPÖ) über die besonders sichere Haltestelle, die ebenfalls mit Radabstellanlage inklusive E-Ladestationen ausgestattet ist. Zusätzlich wurde eine digitale Fahrgastinformation bei der „Luxushaltestelle“ installiert.
Zu guter Letzt ging es wieder nach Leonding, wo der neu umgebaute Stadtplatz als wesentlicher Mobilitätsknotenpunkt in der Stadtregion entwickelt wurde. Kernstück ist die neue Bushaltestelle, die ebenfalls mit E-Ladestationen ausgestattet ist. Zusätzlich zum neu installierten Fahrradstreifen findet auch E-Car Sharing einen fixen Standort am Stadtplatz.
Stadtregion als Vorbild
Von einem „bewegenden Nachmittag“ sprach bei der anschließenden Präsentation auch Andreas Mandlbauer von der Abteilung Raumordnung des Landes OÖ: „Mit diesen tollen Projekten, die für die ganze Region umgesetzt wurden, lassen sich die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam begegnen“. Er hält die Stadtregion für ein gutes Beispiel für die Raumordnungsstrategie des Landes. „Große Entscheidungen lassen sich so in der Region umsetzen, ohne dass sie an den Gemeindegrenzen stoppen. Ich bin tief überzeugt, dass das auch ein Modell für weitere Themen ist“.
Weiter Projekte folgen
Die Bürgermeister aller beteiligten Gemeinden haben sich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit in dieser Form weiterzuführen. Als nächster Kooperationspunkt soll das Thema Wirtschaft in der nächsten Phase stärker angegangen werden. Es ist sogar ein gemeindeübergreifendes Betriebsflächenmanagement im Gespräch, um auch in diesen Bereichen noch stärker zu kooperieren.


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