„Bereits kleine Maßnahmen zeigen große Wirkung“
OFTERING. Die letzten Jahre habe das Bienen- und Insektensterben stark beschleunigt. Conny und Thomas Roithmeier haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem Projekt „Bienen im Garten“ die Futterknappheit der Insekten zu bekämpfen.

Vor drei Jahren bekam das Ofteringer Ehepaar in einer Nacht- und Nebelaktion zwei Bienenvölker geschenkt. Als beide Völker jedoch innerhalb von zwei Monaten verhungert waren, haben sie sich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt. „Wir waren von der Komplexität etwas überrascht. Zudem dachten wir, dass bei uns am Land eh alles grün ist und die Bienen sicher genug Nahrung finden“, so Conny.
Den beiden fiel bei der gezielten Suche nach Blühflächen auf, wie wenige es davon nur noch gibt. „Auf das allgemeine Pro-blem der Bodenversiegelung und die landwirtschaftliche Nutzung können wir keinen Einfluss nehmen, jedoch sind auch viele private Gärten mittlerweile alles andere als bienenfreundlich“, entschlossen sich die beiden, etwas zu ändern.
Imkerei als Unterstützung
So nahmen sie das zum Anlass und gestalteten ihren Garten um bzw. revitalisierten ihn. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. „Innerhalb von einem Jahr ist wieder Leben im Garten eingekehrt. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten finden wieder einen geeigneten Lebensraum“, sind sie begeistert. Im letzten Jahr haben die beiden viel über Bienen gelernt, wobei ihnen die Bioimkerei Böhm mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist.
„Mit Bienen im Garten wollen wir zeigen, dass man auch mit kleinen Maßnahmen viel erreichen kann und man nicht immer auf ‚die Anderen‘ warten muss. Kleinste Maßnahmen zeigen bereits große Wirkung“, so die Roithmeiers stolz.


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