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Mehr Lkw als am Brenner: Traun und Haid im Fokus des Schwerverkehrs

David Ramaseder, 14.01.2026 10:35

TRAUN/ANSFELDEN. Der Lkw-Verkehr auf Oberösterreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist im Vorjahr an jeder zweiten Zählstelle zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf Basis von Asfinag-Daten. Die beiden österreichweit stärksten Lkw-Abschnitte liegen mit Traun und Haid auf der A1 Westautobahn jedoch mitten im Bezirk Linz-Land.

In Traun und Haid bleibt die Belastung durch den Lkw-Verkehr extrem hoch. (Foto: Volker Weihbold)
In Traun und Haid bleibt die Belastung durch den Lkw-Verkehr extrem hoch. (Foto: Volker Weihbold)

An der Zählstelle Traun wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 rund 4,74 Millionen Lkw gezählt, ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Knapp dahinter folgt Haid mit 4,73 Millionen Lkw und einem Minus von 1,5 Prozent. „Dieser Autobahnabschnitt ist jener mit dem meisten Lkw-Verkehr in ganz Österreich, hier fahren rund doppelt so viele Lkw wie über den Brenner“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.

Trotz des leichten Rückgangs bleibt die Belastung hoch – mit spürbaren Folgen für Straßen und Verkehr. Ein 26-Tonnen-Lkw beansprucht die Fahrbahn laut VCÖ so stark wie rund 26.000 Pkw, ein 40-Tonner sogar wie 32.000 Pkw. „Mehr Straßenschäden bedeuten mehr Baustellen, höhere Kosten und mehr Staus“, so Jaschinsky. Eine Entlastung sei vor allem durch effizienteren Güterverkehr und die Verlagerung von Transporten auf die Schiene möglich.

Der VCÖ verweist zudem auf den Einfluss des Konsumverhaltens: Regionale Produkte, langlebige Waren und weniger Lebensmittelabfälle könnten den Lkw-Verkehr spürbar reduzieren. Allein die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Österreich entsprächen einer rund 500 Kilometer langen Lkw-Kolonne – von Linz nach Klagenfurt und retour.


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