Lösungen für die Wasserversorgung bei Informationsabend in Kematen vorgestellt
KEMATEN. Nach den Wasserengpässen in der Hochzone stand nun der direkte Austausch mit den Betroffenen im Mittelpunkt. Bei einem Informationsabend erläuterten Gemeinde und Wassergenossenschaft die Ursachen der Versorgungsspitzen, geplante Maßnahmen und worauf die Bevölkerung selbst achten kann.

Wiederholte Engpässe bei der Wasserversorgung in der Kematener Hochzone hatten Ende Juni den Gemeinderat beschäftigt. Ein von der FPÖ eingebrachter Dringlichkeitsantrag wurde einstimmig beschlossen. Darin wurde unter anderem eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Bürger gefordert. Bereits wenige Tage später luden die Wassergenossenschaft Neuhofen und die Gemeinde Kematen zu einem Informationsabend ins Gemeindeamt.
Mehr als 30 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über die aktuelle Situation zu informieren. Obmann Stephan Imbery und sein Team erklärten die Ursachen der Versorgungsspitzen, den Stand der Brunnensuche sowie kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Vorgestellt wurden unter anderem die weitere Digitalisierung des Wassernetzes, der Ausbau von Leitungen und die Erschließung zusätzlicher Wasserressourcen. Imbery zog ein positives Fazit: Die Veranstaltung sei gut besucht gewesen, es seien viele Fragen gestellt und auch Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung eingebracht worden.
Technik und Eigenverantwortung
Bürgermeister Markus Stadlbauer betonte, der direkte Austausch habe wesentlich zu mehr Transparenz beigetragen. Die Wassergenossenschaft habe sich für den einmaligen 50-minütigen Versorgungsausfall entschuldigt und nachvollziehbar erklärt, wie es dazu gekommen sei. Gleichzeitig sei deutlich geworden, dass neben technischen Investitionen auch ein bewusster Umgang mit Trinkwasser notwendig sei.
Poolbefüllungen sollten weiterhin über den Poolkalender angemeldet, Gartenbewässerungen möglichst in die frühen Morgenstunden verlegt und der Wasserverbrauch insgesamt möglichst über den Tag verteilt werden. Auch regelmäßige Kontrollen der Wasserzähler könnten helfen, unbemerkte Leckagen zu erkennen.
Weitere Maßnahmen geplant
Laut Wassergenossenschaft wird bereits an mehreren Projekten gearbeitet. Dazu gehören die Suche nach zusätzlichen Brunnenstandorten, der Ausbau des Leitungsnetzes, die Reaktivierung bestehender Brunnen sowie die Planung eines neuen Hochbehälters. Die Genossenschaft betont, dass langfristig nicht eine einzelne Maßnahme ausreiche, sondern ein Bündel an Schritten gemeinsam mit Gemeinden und Mitgliedern nötig sei, um die Trinkwasserversorgung auch in Trockenperioden dauerhaft sicherzustellen.
FPÖ-Fraktionsobmann Christian Deutinger begrüßte den rasch abgehaltenen Informationsabend: „Genau diese Transparenz war das Ziel unserer Resolution.“ Nun müssten die vorgestellten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Unter anderem sprach er sich für ein Frühwarnsystem aus, das betroffene Haushalte bei drohenden Versorgungsengpässen rechtzeitig informiert.


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