Tipps und Unterstützung bei Mobbing am Arbeitsplatz
ANSFELDEN. Die Betriebsseelsorge Oberösterreich setzt gemeinsam mit dem Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf Schwerpunkte in Richtung Mobbingberatung. Denn gerade steigender Druck am Arbeitsplatz ist oft ein guter Nährboden für Konflikte. In solch einem Fall sollte man sich Hilfe und Unterstützung holen.

Für Unternehmen sind ständige Optimierungen und Umstrukturierungen alltäglich. Grundlage dafür sind in erster Linie betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Ein Betroffener formuliert es so: „Dass da Menschen dranhängen, wird gar nicht bemerkt!“ Für die Mitarbeiter kann all das sehr irritierend und auch verletzend sein. Viele bringen sich ein und wollen sich im Betrieb eine Zukunft aufbauen. Wenn sie nun im Zuge von Umstrukturierungen einfach versetzt werden beziehungsweise hören, sie seien unproduktiv oder unwirtschaftlich, führt das zu Kränkungen und Konflikten - und im schlimmsten Fall zum Verlust des Arbeitsplatzes.
Verantwortung der Führungskräfte
Immer wieder suchen Menschen bei der Betriebsseelsorge OÖ Beratung und Hilfe, wenn ihnen ihr Arbeitsumfeld zur schweren Last wird. Der Mobbingbeauftragte der Diözese Linz, Karl-Heinz Hellinger hält fest: „Unbearbeitete Konflikte sind der Nährboden für Mobbing. Sie führen oft zu Ausgrenzung oder zur Beendigung eines Dienstverhältnisses.“ Große Verantwortung tragen dabei die Führungskräfte im Unternehmen. Um Konflikte rechtzeitig zu lösen, sollte auf einen wertschätzenden Umgang im Betreib geachtet und Chance-Prozesse gut begleitet werden.
Wenn ein Konflikt besteht, kann Hilfe und Unterstützung in Anspruch genommen werden. Erstkontakt ist beim Mobbingtelefon der Betriebsseelsorge unter 0732/7610-3610 jeweils montags von 17 bis 20 Uhr oder online unter www.mobbingtelefon.at möglich. Direkter Kontakt ist ebenfalls möglich beim Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf (Nettingsdorfer Straße 58, 4053 Haid).In den Gesprächen mit den Mobbingberatern und Betriebsseelsorgern stehen die betroffenen Menschen im Mittelpunkt. Diese haben oft selbst gute Ideen, was sie zu einem guten Betriebsklima und somit auch zur Lösung von Konflikten beitragen können.


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