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Nach tragischem Tod von Ehemann engagiert sich Ansfeldnerin ehrenamtlich als Hospizbegleiterin

Verena Beneder, 27.03.2024 16:54

LINZ-LAND. Wenn ein geliebter Mensch im Sterben liegt, ist es eine Herausforderung, die nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr gesamtes Umfeld vor große emotionale Prüfungen stellt. In solchen Momenten braucht es Menschen, die einfühlsam sind und Trost bieten können – Menschen wie Margit Tischberger aus Ansfelden sowie Traute Friedrich aus Linz-Urfahr.

Absolventinnen der "ersten Stunde" und nach wie vor in der Hospizarbeit aktiv: Traute Friedrich (80) aus Linz-Urfahr und Margit Tischberger (72) aus Ansfelden. (Foto: Caritas OÖ)

Margit Tischberger aus Ansfelden fand den Weg zur Hospiz-Arbeit durch einen tragischen Verlust in ihrem eigenen Leben. Als sie ihren Mann im Alter von nur 39 Jahren durch einen Arbeitsunfall verlor, wurde sie schmerzhaft mit der Realität des Todes konfrontiert. „Es war plötzlich, es gab keine Zeit, sich darauf einzustellen. Ich hatte zum Glück Menschen um mich, die mir die nächsten Schritte gezeigt haben“, erinnert sich die 72-Jährige an diese schwere Zeit zurück. Diese Erfahrung motivierte sie dazu, sich für andere in ähnlichen Situationen einzusetzen. Die Begleitung von schwerkranken Menschen lehrte Margit Tischberger, das Leben bewusster zu leben. Seit ihrer längsten Begleitung, die dreieinhalb Jahre dauerte, schätzt sie die Zeit mit ihren Liebsten noch mehr. „Es sind keine Lippenbekenntnisse: dass ich mit meiner Tochter noch intensiver die Zeit verbringe. Ich vergeude die Zeit nicht mit unnötigen Dingen.“ Traute Friedrich aus Linz-Urfahr hingegen suchte als pensionierte Apothekerin nach einer sinnstiftenden Tätigkeit und fand diese im Ehrenarmt als Hospizbegleiterin. „Es geht darum, etwas mehr im Herzen zu sein, weniger im Kopf“, erklärt sie.

Wertvolle Unterstützung für Angehörige

Die Arbeit als Hospizbegleiterin erfordert nicht nur Einfühlungsvermögen, sondern auch die Fähigkeit, praktische Hilfe und emotionalen Beistand zu leisten. Nicht nur für die Patienten selbst, sondern auch für ihre Angehörigen ist die Anwesenheit einer Hospizbegleiterin wie Margit Tischberger oder Traute Friedrich eine wertvolle Stütze. „Es ist wichtig zu wissen, dass es das gibt und dass man es annehmen darf“, betonen sie.

Caritas Mobile Hospiz Palliative Care: Hilfe, wo sie gebraucht wird

Das Caritas Mobile Hospiz Palliative Care ist in verschiedenen Bezirken tätig und bietet Unterstützung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie deren Angehörige. Nähere Informationen zum Ehrenamt und den Angeboten sind unter www.hospiz-caritas.at oder telefonisch unter 0732 7610-7910 erhältlich.


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