Kicker aus Ansfelden und Kirchberg-Thening feiern Meistertitel
Die Union Humer Ansfelden (1. Klasse Mitte) und die ASKÖ SC Kirchberg-Thening (2. Klasse Mitte) sind die beiden Meistermannschaften aus dem Bezirk Linz-Land 2015. Beide Teams steigen verdient in die höhere Spielklasse auf.

Es läuft die 84. Minute im Spiel Union Ansfelden gegen Union Leonding. Aliriza Cetin trifft per Traumlupfer zum 5:2-Endstand. Zu diesem Zeitpunkt steht endgültig fest, dass der Meister der 1. Klasse Mitte Union Humer Ansfelden heißen wird und nicht Union Pucking. „Die Freude ist sehr groß. Die Chance hat man nicht oft, und wenn man sie nutzt, ist es umso schöner“, sagt Ansfeldens scheidender Coach Christian Drucker, der wieder zu seinem Stammverein DSG Union Haid zurückkehren wird. Als wichtigste Kriterien für den Erfolg sieht Drucker die Siege in den entscheidenden Spielen gegen an der Spitze liegende Mannschaften sowie die überlegene spielerische Klasse. Für die nächste Saison, die die Union Ansfelden in der Bezirksliga bestreiten wird, müsse sich die Mannschaft aber schnell an das höhere Tempo gewöhnen. „Spielerisch ist die Mannschaft aber dabei“, sagt Drucker. Sein Nachfolger steht mit Helmut Mayr, dem ehemaligen Trainer der Union Pucking, bereits fest. „Für die Stadt ist es wichtig, dass wir ein Team in der Bezirksliga haben“, sagt Bürgermeister Manfred Baumberger (SPÖ), der sich auch über den Klassenerhalt von Haid freute und nach dem Spiel eine Bierdusche über sich ergehen lassen musste.
Das richtige Paar Schuhe für Torjäger MittermeirNahezu alles gewonnen, was es in einer Saison zu gewinnen gibt, hat die ASKÖ SC Kirchberg-Thening in der 2. Klasse Mitte. Bereits drei Runden vor Schluss stand man mit neun Punkten Vorsprung und einem überlegenen Torverhältnis so gut wie als Meister fest. Man dominierte nicht nur die Heim- und die Auswärtstabelle, sondern gewann auch den Fair Play-Preis und die E24-Wertung. Auch im Lager der Kirchberger ist die Freude über den Aufstieg groß. „Wir arbeiten mit sehr bescheidenen Mitteln“, sagt Trainer Anton Höretseder, der bereits zehn Jahre lang in Kirchberg das Training leitet. „Alle spielen unentgeltlich. Es ist nicht selbstverständlich, dass man so überragend den Titel holt.“ Dabei hat Höretseder vor Saisonbeginn im Sommer 2014 selbst nicht damit gerechnet, jetzt ganz oben in der Tabelle zu stehen. „Es sind vier, fünf Stützen weggefallen. Wir haben aber dann im Sommer gleich einen traumhaften Start erwischt und waren von Anfang an an der Spitze.“ Lobend hebt Höretseder, der um ein Jahr in Kirchberg verlängert hat, die schwierige Situation nach der Winterpause hervor. Nach der bescheidenen Vorbereitung gab es im zweiten Spiel einen Dämpfer gegen den engsten Kontrahenten ASKÖ Dionysen/Traun, wodurch sich die Mannschaft aber nicht aus der Ruhe bringen ließ. Für nächste Saison weiß Höretseder schon, was sich ändern muss. „Wir müssen noch ruhiger und geduldiger werden in unserem Spiel. Außerdem haben wir zu viele Torchancen gebraucht.“ Für das Toreschießen ist in Kirchberg Stürmer Alexander Mittermeir zuständig. „Der ist ein Schuhfetischist und hat schon 36 Paar Fußballschuhe zuhause. Immer wenn er nicht trifft, kauft er sich ein neues Paar“, erzählt Höretseder. Bleibt nur zu hoffen, dass Mittermeir, der knapp den Titel des Torschützenkönigs verpasste, dieses Mal die richtigen Schuhe bestellt.


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