14-jähriger Niederneukirchner sorgt in Kart-Welt für Aufsehen

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David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 21.09.2021 19:00 Uhr

NIEDERNEUKIRCHEN/LEONDING. Raphael Rennhofer ist seit frühesten Kindestagen an vom Rennfieber gepackt. In der Kart-Europameisterschaft sowie der deutschen Meisterschaft kämpft er noch um das Ticket für die Weltmeisterschaft im Dezember in Bahrain. Dort will er schon wie 2017 für Furore sorgen. Tips hat das Talent im Leondinger Chargers Racing zum Gespräch getroffen.

Bereits mit vier Jahren wollte Raphael seinem Vater nacheifern: „Der ist auch Rennen gefahren, war sogar bei den 24 Stunden von Le Mans dabei. Ich bin eigentlich von klein auf, auf der Rennstrecke aufgewachsen und durfte aus der Box mitfiebern“. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er immer schon Benzin im Blut hatte und unbedingt einmal Rennen fahren wollte. Mit sechs Jahren saß er das erste Mal in einem Kart. „Von da an war es eigentlich klar, dass ich das weitermachen will“, war der Entschluss schnell gefasst. Neben dem Adrenalin ist es der besondere Ehrgeiz, der den jungen Rennfahrer immer besser werden lässt. „Wenn ich verloren habe, muss ich immer wissen, wieso. Vorher geb ich mich nicht zufrieden“, erklärt Raphael seine schnelle Entwicklung auf der Kart-Bahn.

Hartes Training

Derzeit fährt der gebürtige Mödlinger, der seit drei Jahren in Niederneukirchen lebt, in der deutschen Meisterschaft sowie der Europameisterschaft. Um so erfolgreich im Rennsport Fuß fassen zu können, ist für Raphael Ehrgeiz besonders wichtig: „Natürlich ist es auch ein gewisses Maß an Talent. Aber um auf diesem Level mitfahren zu können, muss man auch bereit sein, Opfer zu bringen“. Das betrifft natürlich auch die Schule. „Ich habe Glück ein guter Schüler zu sein“, kann er die Tage, die er aufgrund von seinen Renneinsätzen versäumt, relativ leicht nachholen.

Auch in jungen Jahren ist das Thema Fitness schon wichtig, auch wenn Raphael viel lieber im Kart sitzt als etwa Laufen zu gehen, hält er sich mit anderen Sportarten wie Tennis für seine Renneinsätze fit. Aber auch Reaktionsübungen stehen auf dem Trainingsplan, da im Rennen innerhalb kürzester Zeit viele Entscheidungen zu treffen sind. „Wenn man eine falsche Entscheidung in den 15 Minuten trifft, ist das Rennen eigentlich fast schon vorbei“, sieht er das als größte Herausforderung. Darum freut er sich auch im Winter in Leonding auf Österreichs längster E-Kart-Bahn trainieren zu können: „Der Höhenunterschied und die Länge machen sie zu einer sehr anspruchsvollen Strecke“.

WM großes Ziel

Nachdem Raphael Rennhofer mit zehn Jahren im Jahr 2017 die kleinste Klasse der Österreichische Meisterschaft gewinnen konnte, wechselte er 2019 in die Deutsche Meisterschaft: „Dort ist die Konkurrenz deutlich stärker und ich kann mich besser weiterentwickeln“. Das konnte er in Rekordtempo unter Beweis stellen. So qualifizierte er sich mit dem Sieg in der Meisterschaft auch erstmals für eine Weltmeisterschaft und konnte dort als Neuling mit dem dritten Platz im Qualifying für viel Aufsehen sorgen.

„In den Heats bin ich dann zurückgefallen, damals hatte ich einfach noch zu wenig Erfahrung“, kann Raphael als Zwölfter von 36 Startern dennoch auf eine gelungene Premiere zurückblicken. Mit dem Gewinn des letzten Laufs in der Europameisterschaft hat er sein Talent heuer ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Auch in der Deutschen Meisterschaft besteht noch eine Chance auf den großen Saisonhöhepunkt.

Nach Verletzung sofort wieder im Kart

Nach einem Überschlag im Auftaktrennen der heurigen Europameisterschaft musste er vier Wochen einen Gips tragen, stieg danach aber wieder in die Serie ein. „Am Donnerstag wurde mir im Spital der Gips entfernt, am Freitag war ich bereits wieder auf der Rennstrecke“, beweist er schon in jungen Jahren, dass ihn auch Rückschläge mental nicht lange zurückwerfen.

Traumberuf: Motorsportler

Um seinem großen Traum - der Tourenwagenmeisterschaft - näherzukommen, hat er auch dort bereits Testfahrten absolvieren dürfen. „Ich durfte bereits in Saalfelden ein paar Runden drehen und bin demnächst am Salzburgring“, konnte Raphael auch bereits abseits des Karts wichtige Erfahrungen sammeln. „Mein großes Ziel ist es, Motorsport hauptberuflich zu machen. Gut vom Motorsport leben zu können ist eigentlich mein größter Traun“, so Raphael ambitioniert. 

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