Hayböck: "Schöneren Abschluss kann ich mir nicht vorstellen"
KIRCHBERG-THENING. Skispringer Michael Hayböck resümiert gemeinsam mit Tips die vergangene Saison. „Die Saison war sensationell, denn eigentlich ging es nur bergauf“, sagt er.

Es war der bisher schwierigste Saisonstart für Michael Hayböck. Im Juli erleidet der Kirchberg-Theninger einen Syndesmosebandriss, Anfang Oktober dann der Schock: Er muss sich einer Bandscheiben-Operation unterziehen. Erst bei der Vierschanzen-Tournee konnte er in den Weltcup einsteigen, musste aber dann in den Continentalcup wechseln: „Im Team haben wir viele gute Leute, man muss es sich verdienen, im Weltcup dabei zu sein. Ich war mit meinen Auftritten bei der Tournee sehr zufrieden, sie haben gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg war und ich hatte sogar noch die Chance, mich für Peking zu qualifizieren. Was im Oktober noch in weiter Ferne gelegen ist.“
Olympia verpasst
Die Olympischen Winterspiele verpasste er dennoch: „In dieser Zeit konnte ich mich perfekt auf mich und meinen Körper konzentrieren und Schritt für Schritt meinen Weg zurück an die Spitze verfolgen.“ Hayböck ließ nach seiner Rückkehr kräftig aufhorchen, wird bei der Qualifikation der Skiflug-WM Zweiter. Schlussendlich wurde er Siebenter. Auch mit der Leistung des vergangenen letzten Skiflugwochenendes in Planica kann Hayböck zufrieden sein: „Ich konnte noch meinen Teil am Gewinn der Nationenwertung beitragen und freue mich besonders über meinen aller letzten Sprung. Er war am Limit und ich konnte ihn voll genießen. Einen schöneren Abschluss kann ich mir nicht vorstellen.“
Dass er es noch in dieser Saison so weit schafft, hätte er zumindest kurz nach seiner Operation nicht gedacht. „Aber im Laufe der ersten Wochen habe wir schon gemerkt, dass unser Plan aufgehen kann. Und jetzt ist es umso schöner, dass alles geklappt hat. Dafür danke ich auch allen von Herzen, die mir dabei geholfen haben.“ Über die Saison sagt er: „Die Saison war sensationell, denn eigentlich ging es nur bergauf. Nach der gelungenen Operation, einer gut geplanten Rehabilitation und super Fortschritten freue ich mich, dass ich im ContiCup und im Weltcup aufs Podium springen konnte und jetzt die Saison so schön abschließen durfte.“
Für die kommende Saison zeigt sicher der Skispringer bereits jetzt zuversichtlich: „Gesundheitlich geht's mir jetzt super. Körperlich gibt es sicher noch Potential nach oben, aber mit einer guten Vorbereitung werde ich nächste Saison wieder voll ausschöpfen.“
Skiwechsel nach Saisonende
Gefragt, was der 31-Jährige nun nach dem Saisonabschluss vorhat, sagt er: „Die Sprungski kommen in die Ecke. Ich werde jetzt noch ein paar Tage auf den Alpinski genießen und dann geht's ab in den Urlaub.“


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