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Die geplante Blei-Säure-Batteriefabrik in Pasching erregt weiter die Gemüter. Vor knapp einem Monat war die Bauverhandlung, 240 Seiten umfasst die Verhandlungsschrift. Die Behörden prüfen nun die zahlreichen Einwendungen. Die Anrainer sehen hier das letzte Wort als noch lange nicht gesprochen.

  1 / 2   200 Menschen demonstrierten gegen den Bau der Batteriefabrik in Pasching.Foto: Bürgerforum Pasching
Ein Missverständnis scheint es auch darüber zu geben, wie es überhaupt zum Verkauf des Grundstückes an Banner gekommen ist. „Zuerst haben uns die Landwirte den Grund verkauft, und jetzt wollen sie den Bau verhindern“, empörte sich Banner-Geschäftsführer Andreas Bawart bei den kürzlich stattgefundenen Industriegesprächen (Tips berichteten). Falsche AnnahmenDass der Widerstand nun so groß ist, würde auch daran liegen, dass man lange von falschen Tatsachen ausgegangen sei. „Es war immer die Rede von einer Batteriefabrik, wo Batteriekästen „zusammengebaut“ werden. Dass hier aber auch Bleipulver erzeugt werden soll, also tatsächlich Batterien hergestellt werden, zigtausend Tonnen Blei vermahlen und Bleioxid verarbeitet wird, war Gemeinderat und Anrainern nicht von Anfang an klar“, sagt Anrainer Harald Wallner. „Wir haben viele Experten eingeschaltet, auch von Greenpeace. Der Betrieb gehört in ein Industriegebiet, etwa in den Ennshafen, aber nicht nach Pasching“, so Wallner. Demo gegen BauvorhabenVergangene Woche taten 200 aufgebrachte Bürger ihren Unmut vor dem Rathaus Pasching kund. Sie demonstrierten mit Sprechkanons und Schildern und diskutierten mit Gemeindepolitikern – mit Erfolg, denn die Gemeinderatsmitglieder gaben zu, die Situation unterschätzt zu haben. Auch die Vizebürgermeister der beiden Großparteien standen hinter den besorgten Bürgern.

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