Neuhofen erinnert an die Opfer des Bauernkriegs
NEUHOFEN. 400 Jahre nach dem Oberösterreichischen Bauernkrieg wurde im Schloss Gschwendt in Neuhofen an die Opfer des Aufstands erinnert. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger legten einen Kranz nieder.

Der Bauernkrieg von 1626 war von wirtschaftlicher Not, sozialer Ungleichheit, politischer Fremdbestimmung und religiösen Konflikten geprägt. Auch die Folgen des Dreißigjährigen Kriegs, Krankheiten und klimatische Veränderungen belasteten die Bevölkerung. Die Auseinandersetzungen forderten zahlreiche Opfer. In Neuhofen endeten die Kämpfe in der Region am 17. August 1626 mit einer Niederlage der Aufständischen.
„400 Jahre später erinnern wir an die Opfer des Bauernkriegs und an ein dunkles Kapitel unserer Landesgeschichte. Geschichte können wir nicht ändern, aber wir können uns mit ihr auseinandersetzen und Erkenntnisse für die Gegenwart übernehmen“, sagte Stelzer.
Geschichte als Auftrag
Langer-Weninger verwies auf die Bedeutung der Landwirtschaft für Oberösterreich: „Das Gedenken an 1626 erinnert uns daran, wie wichtig Dialog, Beteiligung und sozialer Zusammenhalt für eine stabile Gesellschaft sind.“
Die Auseinandersetzung mit dem Bauernkrieg ist auch Teil der dritten Ausgabe der „communale oö 2026“. Von April bis November widmen sich Veranstaltungen an 27 Orten dem Thema. Das Leitmotiv lautet „Mut“. In Theater, Musik, Literatur, Kunst und Diskussionen werden dabei historische und aktuelle gesellschaftliche Fragen verbunden.








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