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LEONDING. Der Feuerwehrfahrzeug- und Brandschutzkonzern Rosenbauer hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Das Unternehmen mit Sitz in Leonding entwickelt und produziert unter anderem Feuerwehrfahrzeuge, Löschsysteme und Ausrüstung für Feuerwehren. Der Umsatz stieg um 3,5 Prozent auf 625,9 Millionen Euro, das operative Ergebnis erhöhte sich von 7,4 Millionen auf 20,4 Millionen Euro.

Der Feuerwehrkonzern Rosenbauer steigert Umsatz und Profitabilität. Auch Auftragseingang und Auftragsbestand bleiben auf hohem Niveau. (Foto: Rosenbauer International)

Als Wachstumstreiber nennt Rosenbauer eine höhere Zahl an Fahrzeugauslieferungen sowie ein stärkeres Geschäft im vorbeugenden Brandschutz. 48,3 Prozent des Konzernumsatzes entfielen auf Europa, 31,9 Prozent auf Amerika. Weitere Anteile kamen aus dem asiatisch-pazifischen Raum sowie aus dem Nahen Osten und Afrika.

Geopolitische Spannungen

Belastet wurde das Geschäft durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Verzögerungen auf Transportwegen. Zusätzlich stellte Rosenbauer im April zentrale österreichische Gesellschaften auf ein neues Unternehmenssoftware-System um. Dies führte laut Unternehmen zeitweise zu Problemen in der Produktionsplanung und zu verspäteten Auslieferungen.

Ergebnis beinahe verdreifacht

Trotz dieser Belastungen verbesserte sich die Profitabilität deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg von 28,2 Millionen auf 38,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 20,4 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr beinahe verdreifacht. Das Ergebnis vor Steuern drehte von minus 10,5 Millionen Euro auf plus 11,1 Millionen Euro.

„Erfolgreiches Wachstum“

„Das erste Halbjahr 2026 zeigt, dass Rosenbauer auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen erfolgreich wächst“, sagt Vorstandsvorsitzender Robert Ottel. Die Umstellung auf ein neues Unternehmenssoftware-System sei ein wichtiger Schritt zur Modernisierung, habe aber auch zu Verzögerungen geführt. Rosenbauer habe die personellen Kapazitäten aufgestockt und arbeite daran, den Rückstand schrittweise abzubauen.

Auftragsbestand bleibt hoch

Der Auftragseingang erreichte im ersten Halbjahr 717,8 Millionen Euro, nach 705,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Auftragsbestand stieg zum 30. Juni 2026 auf 2,434 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 2,352 Milliarden Euro.

Weltweit beschäftigte Rosenbauer zum Halbjahresende 5.039 Mitarbeiter und damit 371 mehr als im Vorjahr.

Verbesserte Ertragslage

Finanzvorstand Jörg Schuschnig verweist auf die verbesserte Ertragslage: „Die deutliche Steigerung unseres EBIT auf 20,4 Millionen Euro und die Verbesserung der Bruttoergebnismarge auf 20,6 Prozent belegen den Erfolg unserer engen Kundenarbeit, unserer starken Marktpräsenz und der kontinuierlichen Verbesserung unserer Abläufe.“

Verzögerungen belasten Cashflow

Die Lieferverzögerungen wirkten sich allerdings auf die Finanzlage aus. Der operative Cashflow verschlechterte sich von minus 23,8 Millionen auf minus 60,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Rosenbauer dennoch mit einem positiven operativen Cashflow.

Die Nettoverschuldung lag Ende Juni bei 328,5 Millionen Euro. Anfang August wurde zudem die bestehende Finanzierung mit dem Bankenkonsortium vorzeitig verlängert und von 330 Millionen auf 339 Millionen Euro aufgestockt. Die Laufzeit reicht bis August 2029 und kann um bis zu zwei weitere Jahre verlängert werden.

Bis zu 1,6 Milliarden Euro Umsatz erwartet

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Rosenbauer weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz soll bis zu 1,6 Milliarden Euro erreichen, die operative Marge auf mehr als sechs Prozent steigen.

Risiken sieht der Konzern weiterhin in geopolitischen Spannungen, möglichen Lieferkettenproblemen und einem volatilen Marktumfeld. Die hohe Nachfrage und der Auftragsbestand von rund 2,4 Milliarden Euro sollen jedoch für eine solide Ausgangslage in der zweiten Jahreshälfte sorgen.


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