Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

25.000 Fahrzeuge benützen täglich die B139 Kremstalstraße. Rückstaus beim Autobahnanschluss Traun/Haid sind zu Spitzenzeiten ein gewohntes Bild. Kein Wunder, dass es schon seit Jahren den Wunsch nach einer Entlastung des Verkehrs in der Ortschaft Haid und zum Bau eines neuen Autobahnanschlusses gibt. Dieser wird voraussichtlich in der nächsten Legislaturperiode Realität.

  1 / 2   Bgm. Robert Aflenzer, Asfinag Vorstandsdirektor Alois Schedl, LH-Stellvertreter Franz Hiesl und Bgm. Manfred Baumberger (v. l.) gaben grünes Licht für den Bau. Foto: Land OÖ

Das Land Oberösterreich einigte sich vergangene Woche mit der Asfinag und den weiteren Projektpartnern auf das Maßnahmenpaket Haid, das Ende September unterzeichnet und voraussichtlich in der kommenden Legislaturperiode (bis zum Jahr 2021) umgesetzt wird. Dieses sieht den Bau der Umfahrung Haid II und eines leistungsfähigen Verkehrsknotens mit Anschluss an A1 und A25 vor. Der neue Verkehrsknoten wird westlich der gegenwärtigen Anbindung liegen (siehe Grafik rechts). Durch die Errichtung der rund zwei Kilometer langen Umfahrung, deren erster Teil bereits 2009 gebaut wurde, und der neuen Anschlussstelle Traun sollen bis zu 80 Prozent des derzeitigen Verkehrsaufkommens auf die Umfahrung verlagert werden.

Baubeginn noch ungewissDie neue Anschlussstelle Traun/Haid, die von der Asfinag um 26 Millionen Euro gebaut wird, wird optimal in den bestehenden Knoten Haid integriert und an die neue, vom Land OÖ umgesetzte Umfahrung Haid angebunden. Der bestehende Anschluss, der 1958 eröffnet wurde, wird von der Asfinag aufgelassen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Maßnahmenpaket, zu dem auch die geplante Straßenbahnverbindung zum Haid-Center gehört, beträgt 83,7 Millionen Euro. „Es war mir ein großes Anliegen, das Maßnahmenpaket unter Dach und Fach zu bringen“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (ÖVP), der im September nicht mehr für den Landtag kandidieren wird. Insgesamt rechnet er mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Der genaue Zeitpunkt des Baubeginns liegt jedoch noch im Dunkeln. „So schnell rechtlich alles geklärt ist, so schnell beginnen wir mit dem Bau“, sagte Hiesl.

Politik sieht klare Vorteile in neuer AnbindungAsfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl sieht im neuen Maßnahmenpaket große Vorteile. „Die alte Lösung ist unzumutbar. Künftig wird es besseren Verkehrsfluss und keine gefährlichen Rückstaus auf die Autobahn mehr geben. Die Anrainer in Haid werden endlich vom Verkehr entlastet“, sagte er. Ansfeldens Bürgermeister Manfred Baumberger (SPÖ) sieht in den neuen Verkehrsanbindungen auch wirtschaftliche Verbesserungen. „Wir warten seit Jahrzehnten auf diese Umfahrung. Durch die neue Lösung bekommen wir nicht nur den Verkehr aus der Stadt raus, sondern sie ist auch für die Entwicklung des Wirtschaftsraums gut.“ Puckings Bürgermeister Robert Aflenzer (ÖVP) äußerte sich ähnlich und sprach gar von einem „historischen Beschluss“: „Pucking wird von der neuen Lösung wirtschaftlich profitieren und der Verkehr in Pucking weniger werden“, sagte er. Eine Herausforderung stellt unter anderem noch eine Umstrukturierung der Flächenwidmung im Bereich Gunsfelden (Pucking) dar. Die Akzeptanz der Betroffenen müsse gesucht als auch die Finanzierung einer Absiedlung sichergestellt werden, um Wohnobjekte einzulösen und Betriebsflächen entlang der Autobahn zu schaffen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
Jeniffer S-p
Jeniffer S-p
02.09.2015 10:01

Lärmschutz!

Alles schön und gut dieses geplante Millionenprojekt. Da ja anscheinen so viel Geld "zur Verfügung" steht -wie wär es denn mal mit einer LÄRMSCHUTZMAUER!! -Sprich, zB Bereich Kremsdorf. Der hier vorhanden sogenannte "Lärmschutz" ist nicht höher als ein Gartenzaun. Wo man hinsieht gibt es in alle Richtungen (Autobahn nach Wien, nach Salzburg), meterhohe Lärmschuzwände...und dahinter -FELDER...und 1-2 Häuser. Teilweise kommt der Wunsch bei mir auf diese abzumontieren und bei uns wieder aufzubauen, da sich ja ansonst NIEMAND darum schert! Auch die geplante Umfahrung wird den Lärm hier nicht vermindern...da dies der meist befahrene Autobahnabschnitt ist!! Angebliche Messungen die hier mal durchgeführt wurden -wurden ja anscheinen "abends" gemacht. -Sollten diese nicht zu den Hauptverkehrszeiten gemacht werden? Irgendwie wird dieses Thema immer unter den Tisch gekehrt. Aber vielleicht erbarmt sich ja mal jemand im Namen der Anrainer und nimmt das alles mal in die Hand!! WIR wären mehr als DANKBAR!